Auf dem höchsten Hügel der Wormser Innenstadt erhebt sich der Dom St. Peter, unter den rheinischen Kaiserdomen der kleinste und zugleich schlankste neben seinen größeren Geschwistern in Speyer und Mainz. Für Worms ist er das wichtigste romanische Bauwerk überhaupt. Seit 1925 darf die Kirche den Ehrentitel Basilica minor tragen.
Eng verknüpft mit der Stadtgeschichte
Errichtet wurde der heutige Bau im Wesentlichen zwischen 1130 und 1181, geprägt von Bischof Burchard II. in einer Phase, in der Worms wirtschaftlich wie politisch aufblühte. An seinen Mauern schrieb sich Reichsgeschichte: 1048 wurde hier ein Papst nominiert, 1122 endete mit dem Wormser Konkordat der jahrzehntelange Investiturstreit zwischen Kaiser und Papst. Nachdem das Bistum Worms zu Beginn des 19. Jahrhunderts aufgelöst worden war, dient der Dom seit 1802 als katholische Pfarrkirche und wurde 1862 zur Propsteikirche erhoben. Der polygonale Grundriss seines Westchors wirkte später als Vorbild für gotische Chöre andernorts.
Was du beim Besuch siehst
Im Inneren triffst du auf eine ungewöhnliche Mischung aus romanischen Rundbögen und frühen, spitzbogigen Rippengewölben in Querhaus und Mittelschiff. Zur Ausstattung gehören die gotische Nikolauskapelle, mehrere Grabmale und Sarkophage in der Gruft sowie zeitgenössische Glasfenster in den Kapellen. Drei Orgeln stehen heute im Dom, darunter die Hauptorgel der Firma Klais aus dem Jahr 1985. Außerhalb der Gottesdienstzeiten kannst du den Dom besichtigen, Auskünfte dazu gibt das Pfarrbüro am Domplatz.














