Am Porta-Nigra-Platz in Trier steht das am besten erhaltene antike Stadttor nördlich der Alpenregion, zugleich das Wahrzeichen der Stadt. Sein Name bedeutet „Schwarzes Tor“ und stammt erst aus dem Mittelalter, die Trierer selbst sagen meist einfach „Porta“ dazu. Seit 1986 gehört das Bauwerk zum UNESCO-Welterbe.
Ein Tor, das nie fertig wurde
Begonnen wurde der Bau im Jahr 170 nach Christus unter Kaiser Mark Aurel als nördlicher Zugang zur römischen Stadt Augusta Treverorum. Ursprünglich war das Tor 36 Meter lang, gut 21 Meter breit und fast 30 Meter hoch, fertiggestellt wurde es jedoch nie. Unbearbeitete Halbsäulen an der Feldseite und vorgefertigte, aber nie genutzte Angellöcher für Torflügel zeigen das bis heute. Insgesamt wurden für den Bau rund 7.200 Steinquader verbaut, die größten davon bis zu sechs Tonnen schwer. Im Mittelalter rettete ausgerechnet ein Umbau zur Kirche das Tor vor dem Abriss, nachdem sich der Mönch Simeon dort als Einsiedler niedergelassen und nach seinem Tod 1035 seine Heiligsprechung das Bauwerk aufgewertet hatte.
Besuch und Ausblick
Von den oberen Stockwerken aus blickst du über die Trierer Altstadt, am weitesten reicht der Blick vom obersten Geschoss. Auch während laufender Restaurierungsarbeiten an Teilen des Tores bleibt ein Besuch möglich. Wer es etwas unterhaltsamer mag, bucht eine Erlebnisführung, bei der ein Schauspieler in der Rolle eines römischen Zenturios durch die Geschichte des Tores führt.














