Die Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen liegt dort, wo die SS 1936 eines der größten Konzentrationslager Deutschlands errichtete, im brandenburgischen Oranienburg nördlich von Berlin. Heute verstehst du den Ort am besten als doppelten Lern- und Gedenkort: als Museum zur Geschichte des NS-Terrors und als Mahnmal für ein zweites, weniger bekanntes Kapitel direkt nach dem Krieg.
Zwei Lager an einem Ort
Von den mehr als 200.000 Menschen, die im KZ Sachsenhausen zwischen 1936 und 1945 inhaftiert waren, starben Zehntausende an Hunger, Zwangsarbeit, Krankheiten oder wurden gezielt getötet. Nach der Befreiung übernahm der sowjetische Geheimdienst NKWD das Gelände und richtete dort bis 1950 das Speziallager Nr. 7 ein. Von rund 60.000 Häftlingen starben etwa 12.000 an Hunger und Krankheit, ein Kapitel, das in der DDR lange kaum thematisiert wurde.
Was du bei einem Besuch findest
Die heutige Gedenkstätte entstand 1956 unter dem Namen Nationale Mahn- und Gedenkstätte Sachsenhausen und wurde 1961 eröffnet, zunächst mit dem Schwerpunkt auf den Opfern des Nationalsozialismus. Seit 1993 trägt sie ihren heutigen Namen. In 13 Dauerausstellungen erfährst du mehr über den Alltag der Häftlinge, die Geschichte des sowjetischen Speziallagers und die Entwicklung der Gedenkstätte selbst. Träger ist die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, finanziert von Bund und Land Brandenburg. Du kannst dich einer Führung anschließen oder das Gelände auch eigenständig erkunden.














