Am südlichen Stadtrand von Eberswalde, direkt am Zainhammer, liegt ein Garten, der zur dortigen Hochschule für nachhaltige Entwicklung gehört. Auf acht Hektar wachsen über 1.200 verschiedene Gehölzsippen, ergänzt durch zahlreiche krautige Heil- und Gewürzpflanzen. Viele Gewächse stammen ursprünglich aus Nordamerika oder Ostasien und sorgen das ganze Jahr über für wechselnde Blatt- und Blütenbilder.
Wie aus einer Forstlehranstalt ein Garten wurde
Gegründet wurde die Anlage 1830, im selben Jahr wie die damalige Königlich Preußische Forstlehranstalt. Treibende Kraft war der Forstwissenschaftler Friedrich Wilhelm Leopold Pfeil, der zusammen mit Wilhelm von Humboldt dafür sorgte, dass die Berliner Forstakademie ihren Sitz nach Eberswalde verlegte. Die allererste Pflanzung, bekannt als Pfeil's Garten, lag im Wald gegenüber vom heutigen Haupteingang. Erst unter Forstinspektor Bernhard Danckelmann entstand zwischen 1868 und 1874 die Anlage in ihrer heutigen Form, zu seinem Gedenken wurde später eine Statue des Bildhauers Fritz Heinemann aufgestellt.
Ein Spaziergang für alle Jahreszeiten
Beim Rundgang triffst du auf heimische und exotische Baumarten nebeneinander, dazu kommen Sträucher und krautige Gewächse aus aller Welt. Der Garten dient der angeschlossenen Hochschule bis heute als Lehrgarten für Studierende der Forstwissenschaft.














