Im Schloss Branitz am Rand von Cottbus erzählt das Fürst-Pückler-Museum vom Leben des Fürsten Hermann von Pückler-Muskau. Das Barockschloss selbst stammt aus den Jahren 1770 und 1771, seine Innenausstattung zeigt größtenteils den Zustand um 1860. Rundherum erstreckt sich der Branitzer Park, ein weitläufiger Landschaftsgarten nach englischem Vorbild.
Der Fürst und sein Park
Pückler zog 1845 nach Branitz, nachdem er seinen ursprünglichen Stammsitz Schloss Muskau aus Geldnot hatte aufgeben müssen. In Branitz legte er einen neuen Landschaftspark an und ließ das Schloss von Architekten der Berliner Bauakademie umgestalten. Bis zu seinem Tod 1871 lebte er hier, beigesetzt wurde er in der Seepyramide mitten im Park. Nach der Enteignung der Familie nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss zum Museum, heute zeigt es neben den Wohnräumen des Fürsten auch Gemälde des Cottbuser Landschaftsmalers Carl Blechen.
Rundgang durch Schloss und Park
Zum Museum gehören die seit 2013 restaurierten Salons sowie die seit 2022 wieder zugänglichen Orienträume mit ihren farbenprächtigen Papiertapeten. Im Park lassen sich Gondelfahrten auf den Gewässern unternehmen, dazu führen Wege zu mehreren Pyramiden, darunter die Grabstätte des Fürstenpaares. Nördlich des Schlosses steht der Marstall mit seiner aufwendig bemalten Holzdecke, in dem Pückler einst seine Pferde hielt. Das Areal liegt im Cottbuser Stadtteil Sandow nahe dem Zentrum, für den Rundgang solltest du dir ausreichend Zeit nehmen.











