Der Vorgebirgspark liegt zwischen den Kölner Stadtteilen Zollstock, Raderberg und Raderthal. Gartenarchitekt Fritz Encke gestaltete ihn in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg, 1914 ging er für Besucher auf. Drei Sondergärten und eine weite Spielwiese machen ihn zu einem der ruhigeren Parks der Stadt.
- 13,9 Hektar große Parkfläche, entworfen vom Gartenarchitekten Fritz Encke kurz vor dem Ersten Weltkrieg
- Drei Sondergärten: terrassierter Garten, Rosengarten mit 42 Meter langem Teichrosenbecken und Staudengarten
- Baustein der Grünachse Süd, die mehrere Kölner Parks bis zum äußeren Grüngürtel miteinander verbindet
- Am 1. Juli 1914 dem Besucherverkehr übergeben
- Ursprünglich mit einem betonierten Wateteich für Kinder ausgestattet, heute Basketballplatz
Südlich der Kölner Innenstadt, umrahmt von den Stadtteilen Zollstock, Raderberg und Raderthal, liegt der Vorgebirgspark. Statt riesiger Wasserflächen oder langer Waldwege findest du hier vor allem kleine, sorgfältig angelegte Gärten, dazu eine große offene Wiese und alte Bäume.
Ein Park für alle ohne eigenen Garten
Fritz Encke plante den Vorgebirgspark zwischen 1910 und 1914, am 1. Juli 1914 öffneten sich seine Wege erstmals für Besucher. Als neuer Park maß er 13 Hektar, in jüngeren Angaben wird seine Fläche mit 13,9 Hektar genannt. Encke hatte bei der Planung ein Ziel vor Augen: Menschen, denen ein eigener Garten fehlte, sollten hier trotzdem etwas Grünes zum Verweilen bekommen. Gleichzeitig sollte genug freier Raum für Spiel und Sport bleiben, denn die Ansprüche der wachsenden Stadtbevölkerung änderten sich zu dieser Zeit rasch. Diese zwei Funktionen sind bis heute spürbar: hier die ruhigen, gepflegten Sondergärten, dort die weite, nutzbare Rasenfläche.
Der Park gehört zur sogenannten Grünachse Süd, einem System aus mehreren Grünflächen, das größere Kölner Parkanlagen bis weit in die Vorgebirgslandschaft hinein verknüpft. Zu dieser Kette zählen auch der schmale Grünstreifen am Südfriedhof und der benachbarte Fritz-Encke-Volkspark, der früher einfach Volkspark Raderthal hieß.
Terrassierter Garten und Rosengarten
Betrittst du den Park von der Kreuznacher Straße, führt dich ein quadratischer Platz mit hohen Ulmen zunächst wie durch eine Art Eingangshalle zu den anderen Bereichen. Nördlich davon liegt der terrassierte Garten: eine Rasenfläche, tiefer gelegt als die Umgebung, durchzogen von zwei sich kreuzenden Wegen. Dort, wo sie sich treffen, steht ein rundes Steinbeet, das früher Wasser spuckte. Taxusbäume stehen an den Längsseiten in geraden Reihen, früher standen hier auch kleine Steinfiguren auf Sockeln.
Südlich daran schließt der Rosengarten an. In seiner Mitte liegt ein 42 Meter langes Wasserbecken für Teichrosen, der Boden darin ist türkis gefärbt und fällt sofort ins Auge. Eine Kölner Zeitung berichtete 1911 von mehreren hundert Rosensorten rund um das Becken, nach Farbe geordnet gepflanzt. Richtung Straße steht heute ein 40 Meter langer Bogengang in Weiß, der in den fünfziger Jahren an die Stelle einer älteren Pergola trat.
Staudengarten und freie Spielwiese
Ein Weg verbindet den Rosengarten mit dem dritten Sondergarten, dem Staudengarten. Hier wechselten früher je nach Jahreszeit die Blumenfarben in langen Beeten. Heute ist dieser Teil weniger streng gepflegt und zeigt eher, wohin sich eine Fläche entwickelt, wenn niemand mehr gärtnert. An seiner südöstlichen Spitze liegt ein kleiner, erhöhter Platz unter vier alten Bäumen, einer der ursprünglichsten Winkel des gesamten Parks.
Nach Westen hin öffnet sich die große Spielwiese, die von Anfang an für viele Menschen gleichzeitig gedacht war. Nördlich davon lag früher ein flaches Betonbecken nach amerikanischem Vorbild, in dem Kinder im Wasser plantschen konnten. Unter schattigen Bäumen gab es einen kleinen Umkleideraum. An sonnigen Vormittagen kamen hunderte Besucher dorthin. Heute steht an dieser Stelle ein Basketballplatz.
Tipps für deinen Besuch
Der Vorgebirgspark passt gut in einen ruhigen Spaziergang durch den Kölner Süden. Rund 1,2 Kilometer entfernt liegt der Volksgarten, der Äußere Grüngürtel ist nach etwa 2,2 Kilometern erreicht. Wer Museen besuchen möchte, findet das Deutsche Sport & Olympia Museum und das Schokoladenmuseum Köln jeweils in 2,6 bis 2,7 Kilometern, den Beethovenpark in ähnlicher Entfernung. Das Rautenstrauch-Joest-Museum liegt mit knapp 2,8 Kilometern am weitesten weg. Für Rollstuhlfahrer gibt es passende Parkplätze und einen barrierefreien Eingang, und auch Hunde sind im Park erlaubt.
Häufige Fragen
Was sind die Sondergärten im Vorgebirgspark?
Encke baute drei zusammengehörige Gärten ein: einen terrassierten Garten mit abgesenktem Rasen, einen Rosengarten mit großem Teichrosenbecken und einen Staudengarten, der früher viele Blumen zeigte.
Ist der Vorgebirgspark kostenlos zugänglich?
Ja, der Vorgebirgspark ist eine öffentliche Grünanlage ohne Eintritt. Parkplätze und ein Eingang für Rollstuhlfahrer sind vorhanden.
Wie groß ist der Vorgebirgspark?
Als der Park 1914 eröffnet wurde, maß er 13 Hektar. Heute wird die Fläche mit 13,9 Hektar angegeben, der Park liegt zwischen Zollstock, Raderberg und Raderthal.
Was war der Wateteich im Vorgebirgspark?
Ein flaches Planschbecken aus Beton, das an sonnigen Tagen mehrere hundert Besucher anzog. In der Mitte war es rund 40 Zentimeter tief, nach außen flacher. Heute liegt dort ein Basketballplatz.
Kann ich mit dem Hund in den Vorgebirgspark?
Ja, Hunde dürfen mit in den Vorgebirgspark.
Quellen: de.wikipedia.org
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