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Sehenswürdigkeit

Beethovenpark

Köln-Lindenthal

Bild: Archiv abenteuerfreizeit.de

Der Beethovenpark liegt im Kölner Stadtteil Sülz und ist mit gut 40 Hektar einer der großen Landschaftsparks im Äußeren Grüngürtel. Entstanden in den 1920er Jahren nach den Plänen des Gartendirektors Fritz Encke, verbindet er einen gestalteten Sondergarten mit weiten Wiesenflächen und einem Aussichtshügel aus Kriegsschutt.

  • Rund 40,4 Hektar großer Landschaftspark im Kölner Süden, Stadtteil Sülz
  • Entworfen ab 1924 vom Gartendirektor Fritz Encke, fertiggestellt bis 1927
  • Benannt nach Ludwig van Beethoven, Teil des Äußeren Grüngürtels
  • Aussichtsplattform auf dem Pilzberg, einem der elf Kölner Schutthügel
  • Sondergarten mit Pappelkranz und Aussichtspunkt „Sülzer Balkon“

Im Kölner Stadtteil Sülz, dort wo die Bebauung in den Äußeren Grüngürtel übergeht, liegt der Beethovenpark. Er ist einer von mehreren Parks, die in den 1920er Jahren auf dem Gelände der früheren Festungsanlagen entstanden: ein gestalteter Garten im Norden, dahinter eine weite, naturnahe Wiesenlandschaft.

Aus einer Kiesgrube wird Parkland

Bevor hier Bäume und Wiesen lagen, befand sich an dieser Stelle südlich der Neuenhöfer Allee die sogenannte Essersche Kiesgrube. 1924 entwickelte der städtische Gartendirektor Fritz Encke für dieses Areal den Entwurf eines zweigeteilten Volksparks. Sein Plan sah im Norden einen formal gestalteten Sondergarten vor, der in einen naturbelassenen Landschaftspark mit großer Wiese übergehen sollte. Im Südosten war außerdem eine Freiluftschule vorgesehen, im Südwesten eine Kleingartenanlage. Nach Enckes Ausscheiden übernahm sein Nachfolger Theodor Nußbaum die Planung, überarbeitete sie in Teilen und brachte die Anlage bis 1927 zum Abschluss. Der Name geht auf Ludwig van Beethoven zurück, den man damit im Zuge der Grüngürtel-Namensgebung würdigte.

Die Lage des Parks war kein Zufall: Er bildet ein Stück der groß angelegten Grünverbindung, mit der Oberbürgermeister Konrad Adenauer und der Stadtplaner Fritz Schumacher den ehemaligen äußeren Festungsring in einen Gürtel aus Wald- und Wiesenflächen verwandeln wollten. Wo früher Bollwerke standen, sollte seitdem Grün von außen in die wachsende Stadt hineinreichen.

Sondergarten mit Pappelkranz

Der nördliche, streng gestaltete Teil des Parks liegt an der Neuenhöfer Allee. Über eine Reihe gepflanzter Bäume gelangt man in eine symmetrisch angelegte Flucht aus drei Rasenparzellen entlang der Hauptachse. Die erste Fläche ist von altem Baumbestand beschattet und bietet Platz für Spiel, auf der zweiten erhebt sich ein charakteristischer Pappelkranz, ein für Fritz Encke typisches Gestaltungselement der 1920er Jahre. Die seitlich liegenden Flächen waren ursprünglich als Rosengarten angelegt, wurden aber aus Kosten- und Pflegegründen in den 1990er Jahren zurückgebaut. Die pyramidenartig geschnittenen Bäume und die umlaufende Hecke mit Nischen und Bänken sind bis heute erhalten. Südlich des Pappelkranzes öffnet sich der Blick auf den halbkreisförmigen Aussichtspunkt, den die Kölner „Sülzer Balkon“ nennen. Von dort reicht der Blick weit über den sich öffnenden Park, in der Gegenrichtung sieht man den Turm der Sülzer Waisenhauskirche.

Weite Wiesen und ein Hügel aus Trümmern

Südlich des Sondergartens schließt sich die eigentliche Volkswiese an, eine großflächige, leicht absenkte Freifläche, die aus der einstigen Kiesgrube modelliert wurde. An ihren Rändern steigt das Gelände wieder an, unterbrochen von kreisförmig gepflanzten Baumgruppen, die wie kleine Inseln aus der Weite herausragen und das Pappelkranz-Motiv im Kleinen wiederholen. Im Süden bildet ein großer Ring aus Nadelbäumen ein optisches Gegenstück dazu.

Im Osten der Anlage erhebt sich seit 1953 der sogenannte Pilzberg, einer von insgesamt elf Trümmerbergen, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Köln aus Bauschutt aufgeschüttet wurden. Auf seinem höchsten Punkt steht eine überdachte Aussichtsplattform, von der sich ein freier Blick nach Norden und Westen über den Park bietet. Im Winter verwandelt sich der Hang des Hügels in eine beliebte Rodelbahn für die Kinder aus der Nachbarschaft.

Zwischen Wald und Nachbarschaft

Im Westen und Südosten geht der landschaftlich gestaltete Teil des Parks in bewaldete Flächen über und leitet so in den Äußeren Grüngürtel hinüber. Der Beethovenpark sollte nie ein isoliertes Grünstück sein, sondern Teil eines größeren, die Stadt umschließenden Grünzugs. Ein weiterer Grünzug verbindet ihn zudem mit dem benachbarten Klettenbergpark. Die ursprünglichen Wege im östlichen Bereich sind durch die Aufschüttung des Trümmerbergs verändert, anhand des alten Baumbestands aber noch teilweise nachvollziehbar.

Tipps für deinen Besuch

Der Beethovenpark liegt an der Berrenrather Straße in Köln-Lindenthal und ist jederzeit kostenlos zugänglich, mit rollstuhlgerechtem Eingang und entsprechenden Parkplätzen; Hunde sind willkommen. In der Nähe liegen der Lindenthaler Tierpark (2,3 Kilometer), der Stadtwald (2,5 Kilometer), der Volksgarten und das Hiroshima-Nagasaki-Park (beide 2,7 Kilometer) sowie der Vorgebirgspark (ebenfalls 2,7 Kilometer). Wer Kunst mag, findet das Museum für Ostasiatische Kunst in 2,8 Kilometer Entfernung. Für einen Spaziergang lohnt es sich, vom Sondergarten über die Volkswiese bis zum Pilzberg zu gehen und den Panoramablick von oben mitzunehmen.

Häufige Fragen

Wie groß ist der Beethovenpark in Köln?

Der Park umfasst heute rund 40,4 Hektar und liegt im Kölner Südwesten im Stadtteil Sülz, zwischen der Neuenhöfer Allee, der Berrenrather Straße und der Castellauner Straße.

Wer hat den Beethovenpark geplant?

Die Pläne stammen vom städtischen Gartendirektor Fritz Encke, der 1924 einen zweiteiligen Volkspark auf dem Gelände der ehemaligen Esserschen Kiesgrube entwarf. Sein Nachfolger Theodor Nußbaum überarbeitete die Pläne und stellte die Anlage bis 1927 fertig.

Was ist der Pilzberg im Beethovenpark?

Der Pilzberg ist einer von elf Kölner Schutthügeln und entstand 1953 durch die Aufschüttung von Trümmern im östlichen Teil des Parks. Auf seinem höchsten Punkt steht eine überdachte Aussichtsplattform, von der man nach Norden und Westen blicken kann. Im Winter dient der Hang als Rodelbahn.

Gibt es im Beethovenpark einen Rosengarten?

An der Neuenhöfer Allee lagen ursprünglich streng gegliederte Sondergärten mit Rosenbeeten. Aus finanziellen und pflegetechnischen Gründen wurden die Rosenbeete in den 1990er Jahren entfernt, die von pyramidenartig geschnittenen Bäumen gesäumten Rasenflächen sind aber noch erkennbar.

Ist der Beethovenpark frei zugänglich?

Ja, der Beethovenpark ist eine öffentliche Grünanlage der Stadt Köln und jederzeit kostenlos zugänglich. Hunde sind willkommen, der Park hat einen rollstuhlgerechten Eingang und rollstuhlgerechte Parkplätze.

Quellen: de.wikipedia.org

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