Innerer Grüngürtel
Köln-Innenstadt
Der Hiroshima-Nagasaki-Park liegt im Inneren Grüngürtel in Köln-Neustadt-Süd und wurde 2004 eingeweiht, als Gedenkort für die beiden japanischen Städte, die durch die ersten Atombomben der Geschichte zerstört wurden. Seit 1985 gehört Köln einem internationalen Städtebündnis gegen Atomwaffen an, ein Mahnmal zeigt einen Origami-Kranich.
Zwischen Aachener Weiher und Museum für Ostasiatische Kunst erhebt sich im Inneren Grüngürtel Kölns ein Hügel mit bewegter Geschichte. Heute trägt er den Namen Hiroshima-Nagasaki-Park und erinnert an ein Kapitel der Weltgeschichte, das weit von Köln entfernt stattfand, aber hier einen bleibenden Ort des Gedenkens gefunden hat.
Das Gelände, auf dem der Park liegt, hat eine Geschichte, die lange vor seiner heutigen Bedeutung beginnt. Während der NS-Herrschaft diente die Fläche als sogenanntes Maifeld, auf dem die Partei Massenaufmärsche abhielt, mit einer terrassenähnlichen Tribüne, die von einem riesigen Reichsadler bekrönt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg schütteten die Kölner auf den Freiflächen Schutt und Trümmer auf, im Volksmund erhielt der entstandene Hügel einen eigenen, umgangssprachlichen Namen. Ursprünglich waren auf der Anhöhe Aussichtspunkte vorgesehen, die heute allerdings vom dichteren Baumbewuchs verdeckt sind.
Auf Initiative einer örtlichen Friedensbewegung kam um die Jahrtausendwende die Idee auf, an dieser Stelle einen Gedenkpark für die beiden japanischen Städte zu schaffen, die durch die ersten Kernwaffen der Geschichte zerstört wurden. Die Stadtverwaltung suchte daraufhin nach einer geeigneten Fläche, die zuständige Bezirksvertretung sprach sich einstimmig für die Grünfläche in der Umgebung eines nahen Weihers aus. Die Lage nahe einem Museum für ostasiatische Kunst und einem japanischen Kulturinstitut erschien dafür besonders passend. Die Stadt pflegt ohnehin schon seit Mitte der 1980er Jahre Kontakte zu einem weltweiten Bündnis von Kommunen gegen Atomwaffen. 2004 fand die feierliche Einweihung statt, in Anwesenheit eines japanischen Diplomaten und eines Menschen, der den zweiten Bombenabwurf selbst überlebt hatte.
Einige Jahre nach der Parkeröffnung wurde dort ein Mahnmal eines ortsansässigen Künstlers der Öffentlichkeit übergeben. Es zeigt einen gefalteten Papierkranich und nimmt damit Bezug auf eine bekannte japanische Erzählung: Wer tausend solcher Figuren faltet, dem soll ein Wunsch erfüllt werden. Ein japanisches Mädchen erkrankte nach dem Abwurf auf Hiroshima an einer durch Strahlung verursachten Blutkrebserkrankung und versuchte, mit dem Falten unzähliger Kraniche gegen die Krankheit anzukämpfen, vergeblich. Seit ihrem frühen Tod ist die Papierfigur weltweit zu einem Symbol gegen atomare Aufrüstung geworden. Drei Bäume umgeben das Mahnmal, jeder steht für eine der beteiligten Städte, darunter ein Ginkgobaum und ein japanischer Zierkirschenbaum.
Schon Jahrzehnte vor der eigentlichen Parkgründung hatte hier bereits ein ungarischer Bildhauer eine abstrakte Skulptur aufgestellt, die bis heute an derselben Stelle steht.
Anders als viele Sehenswürdigkeiten in der Kölner Innenstadt ist der Hiroshima-Nagasaki-Park kein Ort für Trubel, sondern für stilles Gedenken. Die Lage auf dem ehemaligen Trümmerberg mitten im Grün des Inneren Grüngürtels macht ihn zu einem ruhigen Rückzugsort, der zugleich an ein weltpolitisch bedeutsames Ereignis erinnert.
Der Park liegt direkt neben dem Museum für Ostasiatische Kunst, nur 0,3 Kilometer entfernt, und nicht weit vom Inneren Grüngürtel, der sich über weite Teile der Stadt zieht. Auch das Kollwitz Museum Köln liegt in der Nähe. Der Park ist frei zugänglich, der Eingang ist rollstuhlgerecht, Hunde sind willkommen.
Das Kölner Friedensforum regte im Jahr 2000 an, den ersten Atombombenabwürfen der Geschichte mit einem Park zu gedenken. Köln gehört seit 1985 dem Hiroshima-Nagasaki-Bündnis an, einem weltweiten Zusammenschluss von Städten gegen Atomwaffen. Eröffnet wurde die Anlage 2004, in Anwesenheit des japanischen Konsuls und eines Überlebenden der Bombe auf Nagasaki.
2007 stellte der Kölner Künstler Hannes Helmke sein Werk „Atomwaffen abschaffen“ vor. Zu sehen ist ein gefalteter Papierkranich, eine Anspielung auf die japanische Legende, wonach jeder, der tausend Origami-Kraniche faltet, sich etwas wünschen darf. Die Schülerin Sadako Sasaki faltete nach dem Abwurf auf Hiroshima vergeblich gegen ihre strahlenbedingte Leukämie-Erkrankung an, seitdem ist der Papierkranich weltweit zum Symbol gegen Atomwaffen geworden.
Drei Bäume umrahmen das Mahnmal, jeder steht für eine der drei beteiligten Städte: ein Ginkgo vertritt Hiroshima, eine japanische Blütenkirsche steht für Nagasaki, und eine Schwarz-Pappel repräsentiert Köln.
In der Zeit des Nationalsozialismus lag hier das sogenannte Maifeld mit einer Tribüne, auf der Massenaufmärsche der NSDAP stattfanden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gelände mit Schutt und Trümmern aufgeschüttet, im Volksmund Mont Klamott oder Aachener Berg genannt.
Der Park liegt im Inneren Grüngürtel, eingerahmt von mehreren großen Straßen und einer Bahnstrecke, direkt in der Nachbarschaft des Aachener Weihers und des Museums für Ostasiatische Kunst im Kölner Stadtteil Neustadt-Süd.
Quellen: de.wikipedia.org
Museum · Köln-Innenstadt
Minigolf · Köln-Innenstadt
Axtwerfen · Köln-Innenstadt
Bowlingbahn · Köln-Innenstadt
Für Betreiber
Sind Sie der Betreiber von Hiroshima-Nagasaki-Park?
Übernehmen Sie den Eintrag kostenlos und ergänzen Sie Fotos, Preise und weitere Angaben.
Angaben ohne Gewähr. Fehler entdeckt? Gib uns Bescheid.
Externe Medien und Cookies
Wir setzen nur technisch notwendige Cookies. Auf einigen Seiten zeigen wir Videos von YouTube und Karten von OpenStreetMap. Wenn du externe Medien erlaubst, werden sie direkt geladen. Dabei werden Daten wie deine IP-Adresse an Google bzw. die OpenStreetMap Foundation übertragen, bei YouTube ist eine Übermittlung in die USA möglich. Du kannst die Wahl jederzeit über „Cookie-Einstellungen“ im Seitenfuß ändern. Mehr in der Datenschutzerklärung.