Leopoldplatz
Berlin-Mitte
Der Volkspark Rehberge liegt im Berliner Ortsteil Wedding und wurde 1922 bis 1929 auf einer eiszeitlichen Dünenlandschaft angelegt. Das rund 78 Hektar große Gartendenkmal bietet eine hufeisenförmige Dünenkette mit Rodelbahn, drei naturnahe Seen, eine Freilichtbühne und ein Wildgehege mit mehreren Tierarten.
Im Berliner Ortsteil Wedding erhebt sich eine Parklandschaft, deren hügeliges Relief auf den ersten Blick ungewöhnlich für Berlin wirkt. Der Volkspark Rehberge verdankt seine Form einer eiszeitlichen Dünenlandschaft, die erst nach dem Ersten Weltkrieg in mühevoller Arbeit zu dem wurde, was Berliner heute zum Rodeln, Joggen und Picknicken nutzen.
Das Gelände war ursprünglich Teil des Berliner Urstromtals und bis in das frühe 19. Jahrhundert dicht mit märkischen Kiefern und Traubeneichen bewaldet. Bis 1915 zählte es zum preußischen Gutsbezirk Plötzensee und gehörte noch nicht zu Berlin. Nach dem besonders kalten Winter 1918/1919 holzte die notleidende Bevölkerung den verbliebenen Baumbestand fast vollständig ab, um zu heizen. Zurück blieb eine Flugsandlandschaft, die der Gesundheit der Anwohner wenig zuträglich war, die Behörden mussten den Restbestand schließlich durch die Reichswehr schützen lassen.
Zunächst wollte der Berliner Magistrat das gesamte Gebiet mit neuen Wohnsiedlungen bebauen. Die Weltwirtschaftskrise und fehlende Finanzmittel durchkreuzten diese Pläne, 1922 gab der Magistrat sie offiziell auf und beschloss stattdessen die Errichtung eines Volksparks. Die hohe Arbeitslosigkeit im Wedding, die mit 36.000 Erwerbslosen weit über dem Berliner Durchschnitt lag, gab schließlich den Ausschlag: Berlin bezahlte den Kaufpreis für das Gelände fast ausschließlich aus Mitteln der Notstandsprogramme gegen Arbeitslosigkeit.
Nach ersten Planungsansätzen eines Berliner Stadtgartendirektors übernahm ein zweiköpfiges Team von Landschaftsarchitekten die endgültige Gestaltung. Zur Ausführung kam ein Entwurf, der die natürlich gewachsenen Dünen bewusst erhielt, statt sie einzuebnen. Die eigentliche Gestaltung lief als Großprojekt im Rahmen eines staatlichen Arbeitsbeschaffungsprogramms: Rund tausend Arbeitslose waren an den Bauarbeiten beteiligt, die sich über mehr als zwei Jahre hinzogen. Mit dem Park entstand zugleich eine der ersten dauerhaften Kleingartenanlagen Berlins, die bis heute in ihrem ursprünglichen, streng geplanten Raster besteht. Im Frühsommer 1929 eröffnete der Park mit einem großen Volksfest, inklusive Sportveranstaltungen, Tanzvorführungen und Musik.
Den Park prägt bis heute eine hufeisenförmige Hügelkette, die bei der Gestaltung zu einem einheitlichen Höhenzug verbunden wurde und über einen Wanderweg entlang der Kuppe erlaufbar ist. Auf der höchsten Erhebung liegt ein von Säuleneichen umsäumtes Aussichtsplateau. Von dort führt eine Rodelbahn mit beachtlichem Höhenunterschied die Flanke eines der Hügel hinab, für Berliner Verhältnisse eine der steileren ihrer Art.
Im Nordosten des Parks liegen drei miteinander verbundene Gewässer, die bei der Parkgestaltung aus einer eiszeitlichen Senke entstanden. Baden ist in keinem der drei möglich, dafür bietet das nahe Freibad am Plötzensee eine Alternative zum Schwimmen.
Im Zentrum des Parks liegen mehrere Sportplätze, ein eigenes Stadion sowie mehrere Tennisplätze. Eine Freilichtbühne entstand Mitte der 1930er Jahre an der Flanke des höchsten Hügels und bot ursprünglich Tausende Sitz- und Stehplätze. Nach Jahren mit erheblichen Vandalismusschäden musste sie Ende der 1990er Jahre zunächst geschlossen werden, wurde dann für einen symbolischen Betrag an einen privaten Betreiber verkauft und dient seit gut anderthalb Jahrzehnten wieder als Freiluftkino und Theaterbühne. Im westlichen Teil des Parks liegt ein kleines Wildgehege, in dem über die Jahre verschiedene Tierarten gehalten wurden.
In der Nähe liegen der Leopoldplatz und der Volkspark Humboldthain, beide innerhalb weniger Kilometer erreichbar. Der Park grenzt im Südwesten direkt an den Plötzensee mit seinem Strandbad. Am besten erreichst du den Volkspark Rehberge über den nahegelegenen U-Bahnhof Rehberge oder die Buslinie 221 bis zur Haltestelle Transvaalstraße. Hunde sind willkommen, kostenlose und rollstuhlgerechte Parkplätze stehen zur Verfügung.
Das Gebiet hieß ursprünglich nach den dort gelegenen Hügelketten, den Rehbergen, sowie den Wurzel- und Fuchsbergen. Bis 1915 gehörte die eiszeitliche Dünenlandschaft zum preußischen Gutsbezirk Plötzensee und nicht zu Berlin, und sie war bis ins frühe 19. Jahrhundert dicht mit Kiefern und Traubeneichen bewaldet.
Nach dem Ersten Weltkrieg holzte die notleidende Bevölkerung den verbliebenen Baumbestand fast vollständig ab, zurück blieb eine Flugsandwüste. 1922 gab der Berliner Magistrat ursprüngliche Bebauungspläne auf und beschloss stattdessen einen Volkspark. Die Hauptarbeiten liefen zwischen 1926 und 1928 im Rahmen eines Notstandsprogramms gegen Arbeitslosigkeit, bis zu 1200 Arbeitslose waren beteiligt. Die offizielle Eröffnung war am 22. Juni 1929 mit einem großen Volksfest.
Der Park bietet eine hufeisenförmige Dünenkette mit einer Rodelbahn von 20 Metern Höhenunterschied, drei naturnahe Seen (Möwensee, Sperlingssee, Entenpfuhl), das Stadion Rehberge, mehrere Tennisplätze, eine Freilichtbühne mit 4.000 Sitz- und 11.000 Stehplätzen und ein Wildgehege im westlichen Parkteil.
Nein, in den drei Seen des Parks, Möwensee, Sperlingssee und Entenpfuhl, ist Baden nicht möglich. Wer schwimmen möchte, findet im nahegelegenen Plötzensee ein eigenes Strandbad mit Bademöglichkeit.
Der Park liegt im Ortsteil Wedding, der U-Bahnhof Rehberge liegt direkt in der Nähe. Die Adresse lautet Transvaalstraße 160, erreichbar auch mit der Buslinie 221 bis zur Haltestelle Transvaalstraße.
Quellen: de.wikipedia.org, berlin.de
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