Volkspark Rehberge
Berlin-Mitte
Der Leopoldplatz, kurz „der Leo“ genannt, ist ein rund 4,5 Hektar großer Platz im Berliner Ortsteil Wedding, der sich seit dem 19. Jahrhundert um zwei Schinkel-Kirchen entwickelt hat. Heute finden hier an mehreren Wochentagen Märkte statt, und der U-Bahnhof Leopoldplatz ist Umsteigeknoten der Linien U6 und U9.
Mitten im Wedding, an der Kreuzung Müllerstraße und Turiner Straße, liegt ein Platz, den Berliner meist nur “den Leo” nennen: der Leopoldplatz. Zwei Kirchen, drei Wochenmärkte und ein U-Bahnhof mit zwei Linien machen ihn zu einem der belebtesten Orte des Bezirks.
Der Leopoldplatz entstand rund um die Alte Nazarethkirche, die zwischen 1832 und 1835 gebaut wurde. Sie zählte zu vier Vorstadtkirchen, mit denen Karl Friedrich Schinkel die noch ländlich geprägten Randgebiete der Stadt erschließen wollte. Auf dem Hobrecht-Plan von 1862, dem ersten Bebauungsplan des Gebietes, war an dieser Stelle bereits ein Platz eingetragen, genutzt wurde das Gelände damals noch als Kartoffelacker.
Ab 1880 kümmerte sich die Nazarethkirchgemeinde darum, die Fläche um die Kirche gärtnerisch aufzuwerten, unterstützt vom Bezirksverein Wedding. Pläne lieferte Hermann Mächtig, umgesetzt wurde die Gestaltung aus Geldmangel zunächst nicht, erst Stiftungsgelder machten den Bau möglich. Die erste Bauphase lief von 1882 bis 1887. Schon in dieser Zeit gab es Klagen über Trinker und Obdachlose, verschärft durch den Mord an einem siebenjährigen Mädchen in den 1880er-Jahren. Mit der Einweihung der Neuen Nazarethkirche erhielt der Platz zum 2. April 1891 seinen Namen, benannt nach dem Fürsten Leopold I. von Anhalt-Dessau, ein Name, der wie die umliegenden Straßen an den Spanischen Erbfolgekrieg erinnert. Zwischen 1906 und 1909 folgte die abschließende dritte Etappe der Platzgestaltung.
Die Bomben des Zweiten Weltkriegs legten das Viertel um die Müllerstraße weitgehend in Schutt und Asche. In den Jahren danach formte das Stadtgartenamt den Platz mehrfach neu, vor allem im Zusammenhang mit dem Bau des U-Bahnhofs. Die zerstörte Alte Nazarethkirche konnte erst 1954 wiedereröffnet werden. 1985 kam eine Brunnenanlage des Landschaftsarchitekten Michael Hennemann hinzu, mit hoher Mittelfontäne und 18 ringförmig angeordneten kleineren Fontänen.
In den 1990er- und 2000er-Jahren wandelte sich der Platz zunehmend zum Treffpunkt von Alkohol- und Drogenszene, was andere Nutzergruppen zusehends verdrängte. Als Reaktion schlossen sich 2008 Anwohner, Gewerbetreibende und die Nazarethgemeinde zur Initiative Partner für die Müllerstraße zusammen. Bemerkenswert an der folgenden Umgestaltung war, dass auch die bestehende Szene eingebunden wurde, vermittelt über Sozialarbeiter. Entstanden sind dabei das alkoholfreie Café Leo am früheren Treffpunkt der Trinkerszene, eine öffentliche Toilette sowie ein flaches Fontänenfeld, das den alten Springbrunnen ersetzte. Fertig war der umgestaltete Platz am 25. Oktober 2013.
Drei Markttage prägen bis heute den südlichen Teil des Leopoldplatzes: samstags ein Trödelmarkt mit rund 70 Anbietern, donnerstags ein Markt der Kulturen mit etwa 30 Ständen und dienstags sowie freitags ein Markt mit Schwerpunkt auf Bio-Produkten, bestückt von rund 20 Händlern. Die Wurzel dieses Marktangebots liegt im ersten Ökomarkt Berlins überhaupt, gegründet 1991 von einer Öko-AG aus der Neuen Nazarethkirche. Sein Erfolg strahlte sogar auf andere Stadtteile aus: Inspiriert davon entstand später der Ökomarkt am Kollwitzplatz in Prenzlauer Berg.
An der südöstlichen Ecke des Platzes stand bis Ende 2023 das 1978 eröffnete Kaufhaus Karstadt. An der Kreuzung Müllerstraße/Schulstraße steht die Bronze-Skulptur “Adorant”, ein Nachguss eines antiken Originals von 325 v. Chr., dessen Standort heute das Alte Museum auf der Museumsinsel ist. Seit 2012 findet auf dem Platz vor der Nazarethkirche zudem einmal jährlich ein öffentliches Fastenbrechen im Ramadan statt.
Die Linien U6 und U9 treffen sich am U-Bahnhof Leopoldplatz, der 2007 modernisiert wurde und seit 2009 dank Aufzügen barrierefrei zugänglich ist. Zusätzlich halten mehrere Buslinien am Platz, mit direkter Verbindung zum Berliner Hauptbahnhof. In der Nähe liegen der Volkspark Rehberge (rund 1,5 Kilometer) und der Volkspark Humboldthain (1,7 Kilometer). Parkplätze gibt es kostenpflichtig, mit rollstuhlgerechten Stellplätzen und barrierefreiem Zugang zum Platz, Hunde sind willkommen.
Benannt wurde der Platz am 2. April 1891 nach dem Fürsten Leopold I. von Anhalt-Dessau. Der Name bezieht sich, wie bei umliegenden Straßen, auf den Spanischen Erbfolgekrieg: Der junge Kronprinz Friedrich Wilhelm hatte dort 1706 und 1709 an der Seite Leopolds und Prinz Eugens gekämpft.
Im südwestlichen Teil steht die Alte Nazarethkirche, entworfen von Karl Friedrich Schinkel und 1835 eingeweiht, eine von vier evangelischen Vorstadtkirchen Schinkels. Im mittleren Teil befindet sich die 1891 bis 1893 nach Plänen von Max Spitta errichtete Neue Nazarethkirche.
Im südlichen Teil finden regelmäßig Markttage statt: samstags ein Trödelmarkt mit rund 70 Ständen, donnerstags ein Markt der Kulturen mit etwa 30 Anbietern und dienstags sowie freitags ein Bio-Markt mit rund 20 Ständen. Der Markt geht auf den 1991 gegründeten ersten Ökomarkt Berlins zurück.
Die Linien U6 und U9 treffen sich am U-Bahnhof Leopoldplatz. Der Bahnhof wurde 2007 modernisiert und ist seit 2009 mit Aufzügen barrierefrei. Mehrere Buslinien halten zudem am Platz, mit guter Anbindung zum Hauptbahnhof.
Nach Jahren zunehmender Kritik an Zustand und Nutzung gründete sich 2008 eine Bürgerinitiative, die den Platz aufwerten wollte. Im Zuge der Neugestaltung entstand unter anderem das alkoholfreie Café Leo, eine öffentliche Toilette und ein flaches Fontänenfeld anstelle des alten Springbrunnens. Fertig war der umgestaltete Platz am 25. Oktober 2013.
Quellen: de.wikipedia.org
Kletterhalle · Berlin-Mitte
Schwimmbad · Berlin-Mitte
Kletterhalle · Berlin-Mitte
Für Betreiber
Sind Sie der Betreiber von Leopoldplatz?
Übernehmen Sie den Eintrag kostenlos und ergänzen Sie Fotos, Preise und weitere Angaben.
Angaben ohne Gewähr. Fehler entdeckt? Gib uns Bescheid.
Externe Medien und Cookies
Wir setzen nur technisch notwendige Cookies. Auf einigen Seiten zeigen wir Videos von YouTube und Karten von OpenStreetMap. Wenn du externe Medien erlaubst, werden sie direkt geladen. Dabei werden Daten wie deine IP-Adresse an Google bzw. die OpenStreetMap Foundation übertragen, bei YouTube ist eine Übermittlung in die USA möglich. Du kannst die Wahl jederzeit über „Cookie-Einstellungen“ im Seitenfuß ändern. Mehr in der Datenschutzerklärung.