Marheineke Markthalle
Berlin
Das Tempelhofer Feld bildet seit 2010 Berlins größten Stadtpark, angelegt auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof. Über 350 Hektar frei zugängliche Fläche machen es zur größten innerstädtischen Freifläche der Welt, mit Geschichte als Exerzierplatz, Pionierort der Luftfahrt und Schauplatz der Berliner Luftbrücke.
Mitten in Berlin liegt eine freie Fläche, die so groß ist, dass sie als größte innerstädtische Freifläche der Welt gilt: das Tempelhofer Feld. Über 350 Hektar, eingerahmt vom Volkspark Hasenheide auf der einen und der Ringbahn auf der anderen Seite, erzählen von preußischem Militär, früher Luftfahrt und einer der bekanntesten Luftbrücken der Geschichte.
Bis ins 18. Jahrhundert nutzten Schöneberger Bauern das zwischen Schöneberg und Tempelhof gelegene “Große Feld” als Ackerfläche. Friedrich Wilhelm I. machte daraus 1722 einen Paradeplatz für das Exerzieren der preußischen Truppen, diese Rolle blieb bis 1914 bestehen. Parallel dazu wurde die weite Fläche bei den Berlinern selbst zum beliebten Freizeitort: Mehrere frühe Fußballvereine der Stadt trugen hier ihre Partien aus, darunter sowohl Pionierclubs der Anfangsjahre als auch spätere Meistermannschaften. 1912 zählte man bereits 32 Spielfelder.
Schon in den 1880er-Jahren wurde auf dem Tempelhofer Feld Luftfahrtgeschichte geschrieben. 1886 machte Hugo vom Hagen von hier aus die ältesten bekannten deutschen Luftbildaufnahmen. 1897 endeten zwei Vorführungen tragisch: Friedrich Hermann Wölfert und sein Assistent starben, als sich der Wasserstoff seines Luftschiffs entzündete. Monate später, im November desselben Jahres, gelang hier weltweit der erste Flug eines Starrluftschiffs. Im Sommer 1901 stiegen zwei Meteorologen, Arthur Berson und Reinhard Süring, mit dem Ballon Preussen auf 10,8 Kilometer Höhe, ein Weltrekord, der drei Jahrzehnte hielt und wissenschaftlich zur Entdeckung der Stratosphäre beitrug. 1909 stellte Orville Wright bei Demonstrationsflügen weitere Rekorde auf, darunter einen Höhenweltrekord von 172 Metern.
1922 begann am Nordrand des Feldes der Bau des Flughafens, 1923 fanden bereits 100 Starts und Landungen statt. 1924 gründete sich die Berliner Flughafen-Gesellschaft, bis 1928 war der Flughafen in zwei Bauabschnitten fertiggestellt, erwies sich aber schon bald als zu klein. Von 1936 bis 1941 entstand nach Plänen von Ernst Sagebiel das heutige Flughafengebäude, zuletzt ausschließlich für die Rüstungsindustrie genutzt, unter anderem zur Montage von Sturzkampfflugzeugen. Tausende Zwangsarbeiter aus ganz Europa wurden dafür hierher verschleppt.
Nach Kriegsende lief der Flugbetrieb 1945 wieder an. Zu echter historischer Bedeutung kam der Flughafen während der sowjetischen Blockade West-Berlins von 1948/1949: Alle 90 Sekunden setzte eine Versorgungsmaschine der Luftbrücke auf, um die eingeschlossene Stadt am Leben zu halten. Eine erste Schließung für den zivilen Luftverkehr gab es 1970, 1985 öffnete der Flughafen erneut, ehe der gesamte Betrieb 2008 mit Blick auf den neuen Flughafen BER endgültig endete.
Ein Volksbegehren der CDU und FDP gegen die Einstellung des Flugbetriebs scheiterte am 27. April 2008 am erforderlichen Zustimmungsquorum. Am 8. Mai 2010 öffnete das inzwischen Tempelhofer Feld genannte Areal als Park, am ersten Wochenende zählte man rund 235.000 Besucher. Zur Bespielung der Fläche wählte die Tempelhof Projekt GmbH aus 138 Bewerbungen 19 “Raumpioniere” aus, darunter der Gemeinschaftsgarten Allmende-Kontor.
Pläne des Senats, Teile des Feldes mit Wohnquartieren zu bebauen, führten 2011 zur Gründung der Bürgerinitiative “100 % Tempelhofer Feld”. Beim Volksentscheid am 25. Mai 2014 sprachen sich 64,3 Prozent der Abstimmenden gegen eine Bebauung aus, womit das Tempelhofer-Feld-Gesetz in Kraft trat. Seitdem gab es mehrfach neue Vorstöße für eine Randbebauung, zuletzt 2026 durch eine private Initiative, zu deren Mitgliedern auch die Architekten Hans Kollhoff und Tobias Nöfer zählen, bislang ohne Senatsentscheidung.
Das Tempelhofer Feld hat zehn Eingänge, unter anderem am Bahnhof Tempelhof, am U-Bahnhof Paradestraße am Tempelhofer Damm und am Columbiadamm nahe der Şehitlik-Moschee. Geöffnet ist der Park täglich vom frühen Morgen bis zum Einbruch der Dunkelheit. Auf dem Gelände gibt es eine sechs Kilometer lange Strecke für Rad, Skates und Jogging, dazu rund vier Hektar Hundewiese und zweieinhalb Hektar Grillfläche. In der Nähe liegen die Marheineke Markthalle (rund 1,6 Kilometer) und der Viktoriapark (2 Kilometer). Parkplätze sind kostenlos und teils rollstuhlgerecht, Hunde sind willkommen.
Ab 1722 diente es als militärischer Parade- und Exerzierplatz der preußischen Armee. Gleichzeitig nutzten die Berliner das Feld für Naherholung und Sport, hier spielte unter anderem der erste Berliner Fußballverein BFC Frankfurt 1885. Ab den 1880er-Jahren wurde hier auch Luftfahrtgeschichte geschrieben.
Als die Sowjetunion 1948 und 1949 alle Land- und Wasserwege nach West-Berlin sperrte, wurde der 1923 eröffnete Flughafen Tempelhof zur Lebenslinie der Stadt: Alle 90 Sekunden setzte eine Versorgungsmaschine der Luftbrücke auf, um die Bevölkerung mit dem Nötigsten zu versorgen.
Der Flugbetrieb wurde 2008 endgültig eingestellt, nachdem ein Volksbegehren dagegen am erforderlichen Zustimmungsquorum gescheitert war. Am 8. Mai 2010 öffnete das Tempelhofer Feld als Park, am ersten Wochenende kamen rund 235.000 Besucher.
Nein, laut dem Volksentscheid vom 25. Mai 2014, bei dem sich 64,3 Prozent der Abstimmenden gegen eine Randbebauung aussprachen, ist das Feld per Gesetz geschützt. Seitdem gab es mehrfach neue Vorstöße für eine Teilbebauung, bislang ohne Erfolg.
Der Park hat zehn Eingänge, unter anderem am Bahnhof Tempelhof, am U-Bahnhof Paradestraße und am Columbiadamm. Geöffnet ist er täglich vom frühen Morgen bis zum Einbruch der Dunkelheit, auf dem Gelände gibt es eine sechs Kilometer lange Rad-, Skate- und Joggingstrecke, eine Hundewiese von etwa vier Hektar und Grillflächen.
Quellen: de.wikipedia.org
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