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Sehenswürdigkeit

Viktoriapark

Berlin

Der Viktoriapark liegt auf dem Kreuzberg, der mit 66 Metern höchsten natürlichen Erhebung der Berliner Innenstadt. Namensgebend war Kaiserin Victoria, bekanntestes Bauwerk ist das 1821 eingeweihte Nationaldenkmal von Karl Friedrich Schinkel.

  • Nationaldenkmal für die Befreiungskriege, 1821 nach Entwurf von Karl Friedrich Schinkel eingeweiht
  • Künstlicher Wasserfall von 1893 mit 24 Metern Höhenunterschied
  • Nixenfigur „Der seltene Fang“ von Ernst Herter, seit 1896 am Teich
  • Mahnmal „Wir haben Gesichter“, aufgestellt im Mai 2005
  • Seit 1980 als erste Berliner Grünanlage vollständig unter Denkmalschutz

Auf dem höchsten natürlichen Punkt der Berliner Innenstadt, dem Kreuzberg, liegt der Viktoriapark. Von hier oben, am Fuß des Nationaldenkmals, reicht der Blick weit über die Stadt, während unten am Wasserfall das Wasser über künstliche Felsen rauscht.

Ein Denkmal gibt dem Berg seinen Namen

Die Geschichte des Parks beginnt lange vor seiner eigentlichen Anlage: 1821 weihte man das Nationaldenkmal für die Siege gegen Napoleon Bonaparte in den Befreiungskriegen ein. Entworfen hatte es Karl Friedrich Schinkel im Stil eines gotischen Kirchturms, der sich stufenweise über einem achteckigen Unterbau erhebt, ganz oben auf einer Anhöhe, die vorher schlicht Tempelhofer Berg oder Runder Weinberg hieß. Das Kreuz auf der Turmspitze gab dem Berg schließlich seinen heutigen Namen, später übertrug sich dieser auch auf den gesamten Verwaltungsbezirk. Schinkel selbst hatte schon geplant, die damals noch sandige und kahle Umgebung des Denkmals ansprechend zu gestalten, dazu kam es aber erst rund 70 Jahre später.

Vom Hügel zum Park

Zwischen 1888 und 1894 entstand nach Plänen des zuständigen Stadtgartendirektors Hermann Mächtig endlich ein richtiger Park. Rund zwei Jahrzehnte später, zwischen 1913 und 1916, erweiterte sein Nachfolger Albert Brodersen die Anlage erheblich in Richtung Westen. Benannt wurde der gesamte Park zu Ehren der Kaiserin Victoria. Im Zweiten Weltkrieg erlitt die Grünanlage erhebliche Schäden, die erst nach und nach behoben werden konnten. 1980 würdigte man den Park schließlich als erste Berliner Grünanlage überhaupt mit vollständigem Denkmalschutz.

Wasserfall und Gedenkorte

Der Kreuzberg selbst ragt 66 Meter über Normalhöhennull auf und markiert hier den Übergang vom Urstromtal Berlins zur südlich anschließenden Hochfläche des Teltow. Am Nordhang unterhalb des Denkmals entstand deshalb ein Park mit gebirgsähnlichem Charakter: Das steile Gelände erforderte ein dichtes Wegenetz, zu den Gestaltungselementen zählen die felsige Wolfsschlucht mit kleineren Wasserstellen sowie der große künstliche Wasserfall. Die Stadtverordnetenversammlung genehmigte seinen Bau 1891, am Abend des 14. Oktober 1893 lief sie zum ersten Mal öffentlich. Um sie zu betreiben, muss das Wasser mit einem Höhenunterschied von 24 Metern auf den Berg gepumpt werden, dabei bewegen die Pumpen 13.000 Liter pro Minute. Am Fuß des Wasserfalls liegt ein unregelmäßig begrenzter Teich, an dessen Ufer seit 1896 eine Nixenskulptur von Ernst Herter steht, die sich mit ihrem Titel „Der seltene Fang“ auf die Szene bezieht: eine Nixe, verfangen im Netz eines Fischers. Im Mai 2005 kam ein weiterer, deutlich ernsterer Ort hinzu: das Mahnmal „Wir haben Gesichter“, das aller Frauen gedenkt, die Opfer einer Vergewaltigung wurden. Der westliche, bei der späteren Erweiterung entstandene Teil des Parks ist dagegen sanfter gestaltet, mit weitläufigen Liegewiesen, einem Kinderspielplatz, einem Tiergehege, einem Sportplatz und am Eingang Dudenstraße einem großen Biergarten.

Tipps für deinen Besuch

Der Viktoriapark ist frei zugänglich und eignet sich gut für einen Spaziergang mit Blick über die Stadt. In der Nähe liegen weitere Ausflugsziele: Der Park am Gleisdreieck ist rund 0,7 Kilometer entfernt, der ehemalige Flughafen Tempelhof etwa 0,9 Kilometer. Für Einkäufe und Snacks lohnt sich die Marheineke Markthalle, rund einen Kilometer entfernt, wer es wissenschaftlicher mag, findet nach 1,1 bis 1,2 Kilometern das Science Center Spectrum und das Deutsche Technikmuseum. Südwestlich des Parks liegt außerdem das Willy-Kressmann-Stadion mit Leichtathletikanlage.

Häufige Fragen

Warum heißt der Berg Kreuzberg?

Namensgebend war das Kreuz auf der Spitze des Nationaldenkmals für die Befreiungskriege, das 1821 eingeweiht wurde. Vorher hieß der Hügel Tempelhofer Berg oder Runder Weinberg.

Was ist die bekannteste Attraktion im Viktoriapark?

Neben dem Nationaldenkmal ist der künstliche Wasserfall die bekannteste Attraktion. Er überwindet einen Höhenunterschied von 24 Metern, dafür müssen pro Minute 13.000 Liter Wasser auf den Berg gepumpt werden. Die Anlage wurde am 14. Oktober 1893 erstmals öffentlich in Betrieb genommen.

Was hat es mit der Figur am Wasserfall auf sich?

Am Fuß des Wasserfalls steht seit 1896 eine Bronzefigur des Bildhauers Ernst Herter, betitelt „Der seltene Fang“. Dargestellt ist eine Nixe, die sich in einem Fischernetz verheddert hat.

Ist der Viktoriapark mit Kindern geeignet?

Ja. Im westlichen, sanfter gestalteten Teil des Parks gibt es einen ausgedehnten Kinderspielplatz, dazu einen Sportplatz und am Parkeingang Dudenstraße einen großen Biergarten.

Ist der Eintritt in den Viktoriapark kostenlos?

Ja, der Viktoriapark ist eine öffentliche Grünanlage und jederzeit frei zugänglich.

Quellen: de.wikipedia.org

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