Schöner Brunnen in Nürnberg: Ein Wahrzeichen mit magischer Anziehungskraft
Der “Schöne Brunnen” ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten und Touristenattraktionen der historischen Meile Nürnbergs. Baumeister Fritz Pfintzing und Steinmetz Heinrich Behaim erbauten dieses Meisterwerk zwischen 1385 und 1396 am Rande des Nürnberger Hauptmarkts. Mit seiner sich nach oben verjüngenden Pyramidenform symbolisiert der Brunnen das theozentrische Weltbild des Mittelalters.
Legenden und Wünsche
Eine faszinierende Legende umgibt den Schönen Brunnen. Wer einmal am goldenen Ring des Brunnens dreht, erhält angeblich drei Wünsche. Wer den Ring dreimal dreht, kann sich über viele Kinder freuen. Dieser Aberglaube hat den Brunnen für viele Besucher zu einer magischen Sehenswürdigkeit gemacht.
Zeitreise durch die Skulpturen
Dieses architektonische Juwel beeindruckt mit vier Figurenreihen, die verschiedene Aspekte der mittelalterlichen Welt zeigen. Man beginnt mit der Philosophie und den sieben Freien Künsten, trifft auf die vier Evangelisten mit Vertretern der Geistlichkeit, bestaunt die sieben zur Kaiserwahl berechtigten Kurfürsten und neun Helden der Weltgeschichte und blickt schließlich auf Moses mit sieben Propheten.
Eine bewegte Geschichte
Der Schöne Brunnen hat in seiner langen Geschichte viele Veränderungen erlebt. Die Pläne zur Errichtung stammen von Kaiser Karl IV. Er wurde ursprünglich aus Schilfsandstein errichtet, ein Material, das im Laufe der Zeit stark verwitterte. Daher wurde der Brunnen über die Jahrhunderte hinweg immer wieder aufwändig restauriert. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde ein Nachbau aus Muschelkalk an die Stelle des Originals gesetzt.
Wiederbelebte Schönheit
Nach einer aufwändigen Renovierung im Jahr 2016 führt der Schöne Brunnen wieder Wasser und strahlt in neuem Glanz. Dank einer neuen LED-Beleuchtung erstrahlt der Brunnen nun von innen und außen und ist somit ein wahrer Blickfang auf dem Nürnberger Hauptmarkt.

















