Forstbotanischer Garten und Friedenswald
Köln-Rodenkirchen
Der Forstbotanische Garten liegt im Süden Kölns, im Stadtteil Rodenkirchen, und wurde 1964 eröffnet. Auf rund 25 Hektar wachsen über 3000 Gehölzarten aus aller Welt, direkt angeschlossen ist der 26 Hektar große Naherholungspark Friedenswald mit Bäumen aus Partnerländern. Der Eintritt ist das ganze Jahr frei.
- 1964 eröffnet, rund 25 Hektar große Kernanlage mit über 3000 verschiedenen Gehölzarten
- Rhododendron-Schlucht entstand an der Stelle eines gesprengten Festungswerks aus dem Ersten Weltkrieg
- Nordamerikanische Baumarten wie Riesenmammutbaum, Gelbkiefer und Kolorado-Tanne auf eigener Waldfläche
- Angrenzender, 26 Hektar großer Friedenswald mit Bäumen aus Ländern, zu denen Deutschland diplomatische Beziehungen pflegte
- Eintritt in Garten und Friedenswald ganzjährig kostenlos, rollstuhlgerecht
Im Süden Kölns, direkt neben dem Autobahnkreuz Köln-Süd und eingebettet in den äußeren Kölner Grüngürtel, liegt eine Grünanlage, die sich botanisch mit kaum einem anderen Park der Stadt messen kann. Der Forstbotanische Garten in Rodenkirchen vereint auf rund 25 umzäunten Hektar mehr als 3000 Gehölzarten aus aller Welt, dazu kommt der angrenzende Friedenswald als weitläufiges Naherholungsgebiet.
Eine Idee aus der Nachkriegszeit
Die Idee zu diesem Park geht auf die 1950er Jahre zurück. Ein damaliger Stadtdirektor, verantwortlich für die städtischen Liegenschaften, befürchtete, dass im Zuge des Wiederaufbaus und wachsender Industrieansiedlungen die letzten naturnahen Flächen im Süden der Stadt verloren gehen könnten. Als begeisterter Naturfreund und Mitglied einer Fachgesellschaft für Gehölzkunde setzte er sich dafür ein, dass die Natur hier Raum behielt. Gemeinsam mit dem zuständigen Förster konnte er Anfang der 1960er Jahre den Park anlegen lassen. Realisiert wurde das Projekt unter der damals noch selbstständigen Gemeinde Rodenkirchen, die dank hoher Gewerbesteuereinnahmen über ausreichend Mittel verfügte, um die ungewöhnlich hohe Artenvielfalt zu finanzieren. Mitte der 1960er Jahre öffnete der Garten für die Kölner Bevölkerung.
Über 3000 Gehölzarten
Die umzäunte Kernanlage ist tagsüber kostenlos zugänglich und zeigt neben heimischen Gartengewächsen vor allem Bäume aus fremden Ländern. Zu den Höhepunkten gehört die Rhododendron-Schlucht, dazu ein Heidegarten, Pfingstrosen, japanische Zierkirschen und zahlreiche Azaleenarten. Im Herbst sorgen der Fächer-Ahorn und andere Laubbäume für leuchtende Farben, auch Bambus ist vertreten. Auf einer eigenen Waldfläche wachsen hoch aufragende Bäume aus dem Westen Nordamerikas, darunter mächtige Nadelbaumarten. Im Zentrum der Anlage, an einem Teich mit Seerosen und Wasserspiel, steht ein auffällig geformter Unterstand als Treffpunkt.
Festungsreste unter der Erde
Die heutige Rhododendron-Schlucht erinnert an einen Ort militärischer Vergangenheit: Hier lag einst ein Stützpunkt der alten Kölner Stadtbefestigung, ein Bauwerk aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, das anschließend gesprengt wurde. Die übrig gebliebenen Mauerstücke wurden als sogenannter Felsengarten in die gärtnerische Gestaltung einbezogen. Die Schlucht folgt dem früheren Verlauf der Anlage, der angrenzende Fußweg orientiert sich an den ehemaligen Schützenstellungen. Im nahegelegenen Festungsmuseum der Stadt zeigen Schautafeln die Geschichte dieses Bauwerks.
Der Friedenswald
Südlich schließt sich ein in den 1980er Jahren angelegter Park an, der Friedenswald. Konzipiert als Naherholungsgebiet, besteht er aus einer großen, waldumsäumten Wiesenfläche mit umlaufendem Rundweg. In der Mitte liegt eine künstliche Sandmulde als Kinderspielplatz, begrenzt von einer Aufschüttung, die sich im Winter zum Rodeln eignet. Über die gesamte Fläche verteilt wachsen Bäume und Sträucher aus zahlreichen Staaten, die bei Entstehung des Parks diplomatische Kontakte zu Deutschland pflegten, tropische Herkunftsländer sind durch symbolische, hier winterharte Gehölze vertreten.
Tipps für deinen Besuch
In der Nähe liegen der Äußere Grüngürtel (2,7 Kilometer), der Vorgebirgspark (3,5 Kilometer) und der Volksgarten (4,6 Kilometer). Am besten erreichst du den Forstbotanischen Garten mit der Stadtbahn-Linie 16 oder 17 bis Rodenkirchen Bahnhof oder Siegstraße, von dort sind es etwa 800 Meter zu Fuß bis zum Eingang. Alternativ fahren die Buslinien 131 und 135 bis in unmittelbare Nähe. Der zentrale Parkplatz liegt am Ostende des Parks an der Straße Zum Forstbotanischen Garten.
Häufige Fragen
Was kostet der Eintritt in den Forstbotanischen Garten?
Der Eintritt in Garten und Friedenswald ist frei. Die Anlage ist für Rollstuhlfahrer geeignet.
Wann hat der Forstbotanische Garten geöffnet?
Täglich von April bis August 9 bis 20 Uhr, im März, September und Oktober 9 bis 18 Uhr, von November bis Februar 9 bis 16 Uhr. Öffentliche Führungen finden am ersten Mittwoch und dritten Samstag im Monat statt.
Was ist im Forstbotanischen Garten zu sehen?
Der Garten zeigt über 3000 Gehölzarten, darunter eine Rhododendron-Schlucht, einen Heidegarten, japanische Zierkirschen, Azaleen und Bambus. Auf einer eigenen Waldfläche wachsen nordamerikanische Bäume wie der Riesenmammutbaum, die Gelbkiefer und die Kolorado-Tanne. Im Zentrum liegt ein Seerosenbecken mit einem pilzförmigen Unterstand.
Was ist der Friedenswald?
Der Friedenswald schließt sich südlich an den Forstbotanischen Garten an und wurde in den 1980er Jahren als 26 Hektar großes Naherholungsgebiet angelegt. Über die Fläche verteilt stehen Bäume und Sträucher aus Ländern, die zu jener Zeit diplomatische Beziehungen zur Bundesrepublik unterhielten. In der Mitte liegt eine Sandmulde als Kinderspielplatz, die im Winter auch zum Rodeln genutzt wird.
Wie komme ich zum Forstbotanischen Garten?
Mit der Stadtbahn-Linie 16 oder 17 bis Rodenkirchen Bahnhof oder Siegstraße, von dort sind es etwa 800 Meter zu Fuß. Alternativ mit den Buslinien 131 oder 135 bis Konrad-Adenauer-Straße beziehungsweise Schillingsrotter Straße.
Quellen: de.wikipedia.org, stadt-koeln.de
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