Bremer Roland
Bremen-Mitte
Die Bremer Stadtmusikanten sind sowohl ein berühmtes Grimm-Märchen als auch das dazugehörige Bronzedenkmal an der Westseite des Bremer Rathauses. Einer alten Überlieferung nach bringt es Glück, dem Esel beide Vorderbeine zu streicheln, weshalb genau diese Stelle der Figur bis heute auffällig glänzt.
Mitten in der Bremer Altstadt, an der Westseite des Rathauses, stehen vier Bronzefiguren übereinander: ganz unten der Esel, darauf der Hund, dann die Katze und oben der Hahn. Das Denkmal gilt vielen als heimliches Wahrzeichen der Stadt und zieht täglich Besucher an, die den Eselshuf berühren wollen.
Die Geschichte dahinter ist eines der bekanntesten Märchen der Brüder Grimm. Ein alter Esel, der nicht mehr arbeiten kann und verkauft werden soll, flieht und will in Bremen Stadtmusikant werden. Auf seinem Weg trifft er auf einen Hund, eine Katze und einen Hahn, die ebenfalls schon alt sind und vor dem gleichen Schicksal fliehen. Gemeinsam ziehen die vier weiter, bis sie in einem Wald ein Räuberhaus entdecken. Indem sie sich übereinander vor dem Fenster aufstellen und mit lautem Lärm einbrechen, jagen sie die Räuber davon und übernehmen das Haus als neues Zuhause, in dem sie schließlich bleiben, ohne jemals tatsächlich Bremen zu erreichen.
Erzählforscher ordnen die Geschichte dem Typus „Tiere auf Wanderschaft“ zu. Verwandte Fassungen reichen weit zurück: Die älteste bekannte Version findet sich im lateinischen Tierepos Ysengrimus eines Klerikers aus Gent, entstanden um das Jahr 1148. Auch spätere Autoren wie Hans Sachs oder Georg Rollenhagen griffen den Stoff auf, bevor die Brüder Grimm ihre eigene Fassung 1819 in die zweite Auflage ihrer Märchensammlung einordneten. Als Vorlage dienten ihnen zwei im Paderborner Land gesammelte Erzählungen.
Die heute bekannteste Darstellung der Geschichte ist keine Buchillustration, sondern eine Bronzeskulptur. Sie steht an der Westseite des Bremer Rathauses, direkt am Marktplatz. Geschaffen hat sie 1953 der Bildhauer Gerhard Marcks, der den Entwurf auch selbst in Bronze umsetzte. Die vier Tiere sind darin typisch angeordnet: unten der kräftige Esel, auf ihm der Hund, darüber die Katze und oben, als krönender Abschluss, der Hahn.
Um die Figur rankt sich ein Brauch, der bis heute viele Touristen anzieht: Wer beide Hände an die Vorderbeine des Esels legt und sie reibt, dem winkt nach alter Überlieferung Glück. Kein Wunder also, dass genau diese Stelle der Bronze inzwischen deutlich heller schimmert als der Rest der Figur, ein stiller Beleg dafür, wie viele Besucher den Aberglauben schon ausprobiert haben.
Die Bremer Stadtmusikanten sind längst mehr als nur das eine Denkmal am Rathaus. 2017 gestaltete man Ampeln im Bremer Innenstadtbereich mit den vier Tieren, sodass sie heute auch im Straßenbild präsent sind. Auf dem Bremer Marktplatz erinnert außerdem das sogenannte „Bremer Loch“ an die Figuren, eine im Pflaster eingelassene Spendendose. Wirft man eine Münze ein, gibt sie die Tierlaute der vier Stadtmusikanten wieder, aufgenommen eigens zu diesem Zweck von Radio Bremen.
International ist das Motiv ebenfalls verbreitet: In Riga steht eine Nachbildung der Bremer Figuren, die an die alten Handelsbeziehungen zwischen den beiden Hansestädten erinnert. Die Bremer Stadtmusikanten gelten damit als eines der Beispiele, bei denen eine Märchenfigur zum festen Wahrzeichen einer Stadt wurde, vergleichbar mit der Kleinen Meerjungfrau für Kopenhagen.
Das Denkmal der Bremer Stadtmusikanten steht am Schoppensteel direkt am Bremer Marktplatz und ist mit rollstuhlgerechtem Zugang jederzeit kostenlos zu besichtigen, Gastronomie findest du direkt vor Ort. In unmittelbarer Nähe liegen der Bremer Roland und der Bremer Marktplatz selbst (jeweils unter 100 Meter entfernt), der St. Petri Dom (0,1 Kilometer) sowie die Böttcherstraße (0,2 Kilometer). Auch der Anleger Bremen Martinianleger und der Schnoor, das historische Altstadtviertel, liegen mit 0,3 und 0,4 Kilometern in bequemer Gehdistanz. Am besten kombinierst du den Besuch am Denkmal mit einem Rundgang durch die umliegende Altstadt, da hier auf engstem Raum gleich mehrere Sehenswürdigkeiten liegen.
Das Bronzedenkmal steht an der westlichen Seite des Bremer Rathauses, direkt am Bremer Marktplatz. Errichtet wurde es 1953 nach einem Entwurf des Bildhauers Gerhard Marcks.
Ein alter Esel soll verkauft werden und flieht, um in Bremen Stadtmusikant zu werden. Auf dem Weg schließen sich ihm ein Hund, eine Katze und ein Hahn an, die ebenfalls vor dem Tod durch ihre Besitzer fliehen. Gemeinsam vertreiben die vier Tiere mit ihrem lauten Gesang Räuber aus einem Waldhaus und übernehmen es als neues Zuhause.
Einer Legende zufolge soll es Glück bringen, die Beine des Esels am Denkmal mit beiden Händen zu reiben. Deshalb glänzt die Bronze an dieser Stelle heute deutlich heller als am Rest der Figur.
Die Brüder Grimm nahmen das Märchen 1819 als 27. Geschichte in die 2. Auflage ihrer Kinder- und Hausmärchen auf. Als Quelle gelten zwei Erzählungen aus dem Paderborner Land, ältere verwandte Stoffe reichen bis in ein lateinisches Tierepos aus dem 12. Jahrhundert zurück.
Ja, das Denkmal der Bremer Stadtmusikanten steht frei zugänglich auf dem öffentlichen Bremer Marktplatz, ein Besuch ist jederzeit kostenlos möglich.
Quellen: de.wikipedia.org, de.wikipedia.org
Bremen-Mitte
Bremen-Mitte
Bremen-Mitte
Bremen-Mitte
Museum · Bremen-Mitte
Museum · Bremen-Mitte
Museum · Bremen-Mitte
Museum · Bremen-Neustadt
Für Betreiber
Sind Sie der Betreiber von Die Bremer Stadtmusikanten?
Übernehmen Sie den Eintrag kostenlos und ergänzen Sie Fotos, Preise und weitere Angaben.
Angaben ohne Gewähr. Fehler entdeckt? Gib uns Bescheid.
Externe Medien und Cookies
Wir setzen nur technisch notwendige Cookies. Auf einigen Seiten zeigen wir Videos von YouTube und Karten von OpenStreetMap. Wenn du externe Medien erlaubst, werden sie direkt geladen. Dabei werden Daten wie deine IP-Adresse an Google bzw. die OpenStreetMap Foundation übertragen, bei YouTube ist eine Übermittlung in die USA möglich. Du kannst die Wahl jederzeit über „Cookie-Einstellungen“ im Seitenfuß ändern. Mehr in der Datenschutzerklärung.