Auf dem Marktplatz in der Bremer Altstadt stehen viele der wichtigsten Bauwerke der Stadt dicht beieinander. Rathaus, Roland, die Kirche Unser Lieben Frauen, der Schütting und der zeitgenössische Bau für die Bürgerschaft gruppieren sich hier um den zentralen Platz. Rathaus und Roland tragen gemeinsam seit Juli 2004 den Titel UNESCO-Weltkulturerbe.
Backsteingotik und ein steinerner Ritter
Mit seiner Mischung aus gotischen Backsteinformen und Elementen der Weserrenaissance gilt das Bremer Rathaus als eines der herausragenden Bauwerke seiner Epoche in Europa, Denkmalschutz genießt es bereits seit 1917. Noch heute tagt in diesen Mauern die Bremer Stadtregierung. Direkt davor wacht der Roland, eine steinerne Figur aus dem frühen 15. Jahrhundert: Mit Pfeiler und Baldachin erreicht das Denkmal über zehn Meter Höhe und übertrifft damit an Größe jede andere freistehende mittelalterliche Statue in Deutschland, zugleich gilt sie als ältester erhaltener Steinroland überhaupt. Mit erhobenem Schwert verkündet die Figur symbolisch die Marktrechte und Freiheiten der Stadt, sein Schild trägt das Doppeladlerwappen des Reiches.
Ein Rundgang durch die Altstadt beginnt hier
Nicht weit vom Rathaus entfernt, an der Nordecke gelegen, erinnert eine kleine Bronzegruppe, geschaffen vom Bildhauer Gerhard Marcks, an das bekannte Grimm-Märchen von den Stadtmusikanten. Vom Marktplatz aus lassen sich auch die Türme des Doms gut erkennen. Der Platz ist frei zugänglich und bildet einen natürlichen Ausgangspunkt für einen Spaziergang durch die Bremer Altstadt.







