Lietzenseepark
Berlin-Charlottenburg-Wilmersdorf
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Die Deutsche Oper Berlin an der Bismarckstraße in Charlottenburg ist mit 1859 Sitzplätzen das größte der drei Berliner Opernhäuser. Der heutige Bau von Fritz Bornemann entstand 1961 als Ersatz für das im Krieg zerstörte Deutsche Opernhaus von 1912.
An der Bismarckstraße in Charlottenburg steht das größte der drei Berliner Opernhäuser: die Deutsche Oper Berlin. Der nüchtern wirkende Bau aus den 1960er Jahren verbirgt innen einen der akustisch besten Opernsäle der Stadt, dazu ein vielfältiges Programm von klassischem Repertoire bis zu Uraufführungen.
Bürgerliche Kreise im damals noch selbstständigen Charlottenburg wollten ein eigenes Opernhaus, losgelöst von der höfischen Bühne Unter den Linden. Charlottenburg beauftragte den Architekten Heinrich Seeling, der 1911 und 1912 das Deutsche Opernhaus baute. Zur Eröffnung am 7. November 1912 stand Beethovens Fidelio auf dem Programm, musikalisch geleitet von Ignatz Waghalter. Drei getrennte Baukörper bildeten das neoklassizistische Gebäude, vorn an der Fassade reihten sich zwölf Säulen im ionischen Stil.
Nachdem Charlottenburg 1920 Teil von Groß-Berlin geworden war, bekam das Haus einen neuen Namen: Städtische Oper. Mehr als 2300 Menschen fanden damals im Zuschauerraum Platz.
Die Nationalsozialisten benannten das Gebäude 1934 zurück in Deutsches Opernhaus und stellten es unter die Kontrolle von Joseph Goebbels. Das komplette Management wurde ausgetauscht, jüdische Künstler mussten das Haus verlassen, etwa der frühere Intendant Carl Ebert sowie mehrere Musiker des Orchesters. Ein alliierter Luftangriff brannte das Gebäude am 23. November 1943 aus, danach spielte das Ensemble bis zur Schließung aller Theater im September 1944 im Admiralspalast.
Zunächst zog die Oper nach Kriegsende in das Theater des Westens. Der Architekt Fritz Bornemann gewann den Wettbewerb für den Neubau und baute von 1957 bis 1961 das heutige Haus an der Bismarckstraße, mit Platz für 1865 Zuschauer. Mozarts Don Giovanni eröffnete das Haus am 24. September 1961, die Baukosten lagen bei rund 27,5 Millionen Mark. Dirigent Ferenc Fricsay schlug noch im selben Jahr den bis heute gültigen Namen Deutsche Oper Berlin vor.
Während die Lindenoper als Teil Ost-Berlins eine eigene Entwicklung nahm, rückte die Deutsche Oper in die Rolle des zentralen Repräsentationshauses für den Westteil der Stadt. Als einziges Haus im Westteil bespielte sie das komplette Opernrepertoire und brachte daneben viele deutsche Erst- und Uraufführungen auf die Bühne.
Bornemanns Entwurf sah einen fast quadratischen Grundriss mit rund 70 Metern Seitenlänge vor, gegliedert in Hauptfoyer, Zuschauerraum und Bühnenzone. Zur lärmbelasteten Bismarckstraße hin wählte er eine massive Beton-Kiesel-Fassade, die den Saal vom Straßenlärm abschirmt. Der breite, nur schwach gekrümmte Zuschauerraum erlaubt von jedem Platz freien Blick auf die Bühne, seine Wandverkleidung besteht aus tropischen Edelhölzern. Die Akustik gilt unter den Berliner Musiktheatern als besonders gut, zeitweise spielte das Haus ohne elektronische Unterstützung der Akustik.
Die Stiftung Oper in Berlin entstand am 1. Januar 2004 und vereint seither vier Häuser unter einem Dach: die Deutsche Oper, die Lindenoper, die Komische Oper und das gemeinsame Staatsballett, dazu den Bühnenservice Berlin. Seit 2012 nutzt das Haus mit der Tischlerei eine zweite Spielstätte für Uraufführungen und experimentelle Formate. Für junges Publikum gibt es die Junge Deutsche Oper mit eigenem Kinderchor, der seit seiner Gründung 2008 bei zahlreichen Opernaufführungen mitwirkt.
Die Deutsche Oper liegt an der Bismarckstraße 35 in Charlottenburg-Wilmersdorf. In der Nähe findest du die Sammlung Scharf-Gerstenberg und das Bröhan Museum, beide gut einen Kilometer entfernt, sowie den Lietzenseepark und Schloss Charlottenburg in etwa 1,3 Kilometern. C/O Berlin und das Museum für Fotografie liegen in rund 1,6 Kilometern. Für Autofahrer steht ein kostenpflichtiges Parkhaus bereit, der Zugang ins Haus ist rollstuhlgerecht, ebenso das WC, und vor Ort gibt es Gastronomie und WLAN.
Der heutige Zuschauerraum bietet 1859 Sitzplätze und macht das Haus zur größten der drei Berliner Opern. Das ursprüngliche Deutsche Opernhaus von 1912 hatte noch über 2300 Plätze.
Das erste Haus, das Deutsche Opernhaus, eröffnete am 7. November 1912 mit Beethovens Fidelio. Nach der Kriegszerstörung entstand bis 1961 ein Neubau, der seither den Namen Deutsche Oper Berlin trägt.
Die Tischlerei ist die zweite Spielstätte des Hauses, eine 2012 umgebaute ehemalige Werkstatt ohne klassische Bühnenaufteilung. Dort stehen vor allem Uraufführungen und zeitgenössisches Musiktheater im Zentrum.
Ja, die Junge Deutsche Oper bietet Produktionen, Workshops und Führungen für junges Publikum an, dazu gehört auch ein eigener Kinderchor mit rund 170 Mitgliedern, gegründet 2008.
Das Haus liegt an der Bismarckstraße 35 in Charlottenburg. Vor Ort gibt es ein kostenpflichtiges Parkhaus, der Zugang ist rollstuhlgerecht, ebenso das WC.
Quellen: de.wikipedia.org
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