Innerer Grüngürtel
Köln-Innenstadt
Der Blücherpark liegt im Kölner Stadtteil Bilderstöckchen und wurde 1911 bis 1913 als erster städtischer Park für die damaligen Industrievororte Ehrenfeld und Nippes angelegt. Streng geometrisch gegliedert, mit einem großen Weiher zum Bootfahren, zahlreichen Alleen und mehreren Spielplätzen für Kinder.
Zwischen dem Parkgürtel und der A 57 im Kölner Stadtteil Bilderstöckchen liegt eine Grünanlage, die sich schon auf den ersten Blick von vielen anderen Kölner Parks unterscheidet: streng rechteckig, mit klaren Alleen und einem großen Wasserbecken in der Mitte. Der Blücherpark ist knapp 700 Meter lang und 200 Meter breit und war der erste öffentliche Park für die damaligen Industrievororte Ehrenfeld und Nippes.
Ab 1904 suchte die Stadt Köln nach einem Grundstück für einen neuen Park im Nordwesten und Norden der Stadt. Das Ziel war größer gedacht: Neben der Parkfläche selbst sollte man auch das angrenzende, bis dahin landwirtschaftlich genutzte Gelände erwerben, damit die Kosten der Anlage durch steigende Grundstückswerte wieder hereinkamen. 1910 stellte der zuständige Beigeordnete Matzerath den ersten Plan vor, 1911 begannen die Bauarbeiten unter der Leitung des Gartenarchitekten Fritz Encke. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs durchkreuzte allerdings die Grundstücksspekulationen, geplante Landhausbebauung an der Südwestseite musste aufgegeben werden, stattdessen entstanden nach dem Krieg Grundstücke für weniger wohlhabende Bürger.
Encke selbst beschrieb seinen Entwurf nicht als Nachahmung des Barock, sondern als Antwort auf das, was ein Volkspark einer Großstadt leisten musste: Ruhegärten, Planschbecken, Kinderspielplätze, eine Volkswiese, einen Weiher mit Bootshaus und Tennisplätze. Die Stadt selbst war von diesem Konzept überzeugt und erwartete 1910 eine Anlage, „wie man sie in einer anderen Stadt kaum finden wird“.
Im Gegensatz zum zur gleichen Zeit entstandenen Vorgebirgspark mit seinen weichen, naturnahen Formen ist der Blücherpark klar geometrisch gegliedert, mit einer großen Mittelachse und symmetrisch angelegten Wegen. Diese Achse sollte ursprünglich in einem aufwendigen, dreiflügeligen Volkshaus mit Mittelbau und zwei Seitenflügeln münden, das jedoch nie gebaut wurde. Am südöstlichen Ende der Anlage liegt stattdessen ein polygonales Wasserbecken mit kleiner Fontäne, das den Blumengarten abschließt und den Blick auf die Baumgruppen am gegenüberliegenden Ende freigibt.
Auffällig sind die zahlreichen Betonkugeln an den Wegkreuzungen, ein wiederkehrendes Gestaltungselement Enckes, das sich auch am ursprünglichen Parkausgang auf der gegenüberliegenden Seite findet. Nordwestlich schließt sich eine lange Rasenfläche mit kreisrundem Blumenbeet an, gesäumt von Platanenalleen.
Zu den Attraktionen des Parks gehört der rund 1,5 Hektar große rechteckige Weiher, der seit jeher zum Bootfahren einlädt und früher im Winter ein beliebter Treffpunkt für Schlittschuhläufer war. Das Wasser liegt deutlich tiefer als die übrige Parkfläche, erreichbar über Treppenstufen am Ufer, neben denen ein kleines Bootshaus mit angeschlossenem Kiosk steht. Zuletzt hatte die Anlage erhebliche Schäden: Jedes Jahr versickerten große Mengen Wasser, dazu kam starke Verschlammung. Die zuständigen Stadtwerke rissen den Weiher deshalb komplett ab und bauten ihn neu auf, seitdem ist das Becken deutlich tiefer als vorher.
Im Norden des Parks liegt ein tiefer gelegener Sportplatz, Heimat eines lokalen Fußballvereins, umgeben von einer gut erhaltenen Treppenanlage. Daneben findest du einen großen Spielplatz mit Klettergerüsten, Schaukeln und Sandkästen. Im westlichen Teil liegt ein symmetrisch angelegter Blumengarten mit Rosenbeeten, umgeben von hohen Hecken. Der gesamte Park ist von einem waldartigen Saum unterschiedlicher Breite umgeben, in dem sich Ruheplätze und eine kleine Unterstandshalle verteilen.
Der Blücherpark liegt im Stadtteil Bilderstöckchen, erreichst ihn aber bequem über die benachbarten Viertel Ehrenfeld und Nippes, mit denen er über Fußgängerbrücken über die A 57 verbunden ist. Mit der KVB fährst du die Linien 5 oder 13 bis zur Nußbaumerstraße oder Escher Straße. Für Hunde ist der Park freigegeben, auch rollstuhlgerechte Parkplätze und ein barrierefreier Eingang stehen zur Verfügung.
Der Gartenarchitekt Fritz Encke entwarf den Park zwischen 1911 und 1913. Benannt ist er nach dem preußischen Generalfeldmarschall Gebhard Leberecht von Blücher. Encke legte Wert auf eine klar symmetrische Gliederung, die er selbst nicht als Nachahmung des Barock verstand, sondern als Antwort auf die Anforderungen an einen modernen Volkspark.
Ja, der rund 1,5 Hektar große Weiher öffnet jedes Jahr zwischen Frühling und Herbst für Bootsfahrten, mit Bootshaus und angeschlossenem Kiosk. Nach einer umfassenden Sanierung 2018 bis 2020 ist der Teich heute mit 2,60 Metern über einen Meter tiefer als zuvor.
Am nördlichen Parkrand liegt ein rechteckiger Kinderspielplatz mit Klettergerüst und Sandkasten, ein weiterer großer Spielplatz befindet sich an der Nordflanke nahe dem Sportplatz. Auf einem der ehemaligen Plätze im westlichen Teil stehen heute zwei Tischtennisplatten.
Der Park liegt im Stadtteil Bilderstöckchen im Stadtbezirk Köln-Nippes, erreichbar unter anderem mit den KVB-Linien 5 und 13 bis zur Nußbaumerstraße oder Escher Straße. Südlich schließt die Grünanlage an den Parkgürtel an, die Autobahn A 57 markiert seine Westgrenze.
Ja, der Blücherpark ist eine öffentliche Grünanlage und jederzeit kostenlos zugänglich. Statt eines einzelnen Haupteingangs führen mehrere gleichrangige Zugänge in den Park.
Quellen: de.wikipedia.org
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