Mitten in der Altstadt von Stralsund liegt der Alte Markt, über Jahrhunderte das Herz der Hansestadt. Zusammen mit der historischen Altstadt trägt er seit 2002 den Titel UNESCO-Welterbe der Hansestädte Stralsund und Wismar. Kaufleute siedelten sich hier bereits um das Jahr 1200 an, im ältesten Stralsunder Stadtbuch findet sich der Platz 1277 erstmals als Marktort erwähnt.
Ein Platz mit politischer Geschichte
Der Alte Markt war weit mehr als ein Handelsort: Hier tagte der Rat der Stadt, hier wurde Recht gesprochen, und hier versammelten sich die Bürger bei wichtigen Anlässen. Auch die jüngere Geschichte hat Spuren hinterlassen, denn 1989 zogen von hier aus Demonstranten durch Stralsund und trugen zur politischen Wende bei. An den vier Ecken des 60 mal 80 Meter großen Areals gehen gleich mehrere Straßen ab: die Semlower Straße, die Külpstraße sowie, auf der gegenüberliegenden Seite, die Mühlenstraße und die Ossenreyerstraße. Über die Knieperstraße gelangst du zum erhaltenen Kniepertor, eines von zwei verbliebenen Stadttoren Stralsunds.
Was dich heute erwartet
Seit 2007 ist der Platz autofrei, sodass du ungestört zwischen den Giebelhäusern schlendern kannst. In den Sommermonaten stellen die umliegenden Gaststätten ihre Tische direkt auf den Platz. Einmal im Jahr verwandeln die Wallensteintage, die an die erfolgreiche Abwehr der Belagerung durch Wallenstein erinnern, den Platz in ein Zeltlager mit Marktbuden. Der Alte Markt liegt zentral in der Altstadt und lässt sich gut mit einem Rundgang zu den Stralsunder Kirchen und dem Hafen verbinden.










