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Sehenswürdigkeit

Volkspark Friedrichshain

Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg

Der Volkspark Friedrichshain ist seit 1846 die erste kommunale Parkanlage Berlins. Bekannt ist er heute vor allem für den Märchenbrunnen mit seinen Grimm-Figuren und den aus Kriegstrümmern aufgeschütteten Großen Bunkerberg, den Berliner „Mont Klamott“ nennen.

  • Berlins erste kommunale Grünanlage, angelegt 1846 bis 1848 im Auftrag der Stadtverordnetenversammlung
  • Märchenbrunnen von 1913 mit zehn Figurengruppen nach Grimms Märchen, Bildhauer Ignatius Taschner
  • Großer Bunkerberg „Mont Klamott“, 78 Meter hoch, aus Trümmerschutt zweier gesprengter Flaktürme
  • Denkmal für die deutschen Freiwilligen des Spanischen Bürgerkriegs von 1968
  • Freilichtbühne von 1950, im Sommer vom Freiluftkino Friedrichshain genutzt

Zwischen dem Bötzowviertel und der Landsberger Allee liegt Berlins älteste kommunale Grünanlage: der Volkspark Friedrichshain. Entstanden ist er 1846, lange bevor andere große Berliner Parks überhaupt geplant waren, und bis heute prägen ihn ein berühmter Brunnen und ein Hügel aus Kriegstrümmern.

Die erste Parkanlage Berlins

Die Idee zu diesem Park stammte von Peter Joseph Lenné, umgesetzt wurde sie 1840 von der Berliner Stadtverordnetenversammlung, die zum Thronjubiläum Friedrichs II. beschloss, dem dicht bebauten Berliner Osten einen Erholungsraum zu geben. Mit der Gestaltung des ältesten Teils, zwischen 1846 und 1848, war Gartenarchitekt Johann Heinrich Gustav Meyer betraut. Nach der Revolution von 1848 kam auf dem Gelände der Friedhof der Märzgefallenen hinzu. Als zwischen 1868 und 1874 das Krankenhaus im Friedrichshain entstand, entworfen von den Architekten Martin Gropius und Heino Schmieden am Ostrand des Parks, glich Meyer, inzwischen Gartenbaudirektor der Stadt, den dadurch verlorenen Parkplatz mit einer Erweiterung um den Neuen Hain aus.

Der Märchenbrunnen

Fertig wurde der Märchenbrunnen 1913, nach zwölf Jahren Bauzeit, und zählt bis heute zu den bekanntesten Brunnenensembles Berlins. Den Entwurf lieferte der damalige Stadtbaurat Ludwig Hoffmann, zehn Figurengruppen nach Motiven der Brüder Grimm schuf der Bildhauer Ignatius Taschner, weitere Skulpturen stammen von den Bildhauern Josef Rauch und Georg Wrba. Als 1941 Flaktürme im Park errichtet wurden und kurz darauf die Luftangriffe einsetzten, verlor der Park fast seinen gesamten alten Baumbestand, auch der Brunnen trug Schäden davon. Von 1995 bis 2004 holte eine große Rekonstruktion die Anlage nah an ihren Ursprungszustand zurück, inklusive der Beseitigung von Vandalismusschäden. Reiseführer zählen den Brunnen seither wieder zu den eindrucksvollsten der Hauptstadt.

Vom Flakturm zum Trümmerberg

Direkt nach dem Krieg sprengte man 1946 die beiden Flaktürme, die seit 1941 den Park überragten. Die Reste wurden zwischen 1946 und 1950 mit Trümmerschutt überdeckt, ein Hügel, den Landschaftsplaner Reinhold Lingner begrünte und der im Berliner Volksmund seitdem “Mont Klamott” heißt. Mit seinen 78 Metern überragt er den kleineren der beiden Bunkerberge, der auf 68 Meter kommt, beide bieten heute von oben einen Rundblick über den Park. An der Flanke des niedrigeren Hügels verläuft zudem eine beliebte Rodelbahn.

Schwimmstadion, SEZ und Gedenkstätten

Ab 1950 stand im südlichen Teil des Parks eine Freilichtbühne, parallel dazu entstand zwischen 1949 und 1951 im Neuen Hain, zur dritten Auflage eines internationalen Jugend- und Studierendentreffens, ein Schwimmstadion mit Platz für 8000 Zuschauer, das bis zum Abriss nach 1999 unter anderem für Schulsport und Großveranstaltungen genutzt wurde. 1968 kam an der Friedenstraße ein Denkmal für die deutschen Freiwilligen im Spanischen Bürgerkrieg hinzu, mit einer sechs Meter hohen Bronzeskulptur nach einem Entwurf von Fritz Cremer. Vier Jahre später, 1972, folgte ein Denkmal zu Ehren polnischer Soldaten und deutscher Widerstandskämpfer, 1981 ließ die Stadt das Sport- und Erholungszentrum SEZ bauen. Eine japanische Stiftung schenkte dem Park 1989 außerdem eine Weltfriedensglocke.

Tipps für deinen Besuch

In den Sommermonaten bespielt das Radio Eins Freiluftkino die Freilichtbühne des Parks. Neben Spiel- und Liegewiesen gibt es ein Beachvolleyballfeld, eine Halfpipe für Skater, Plätze für Basketball und Fußball, einen Kletterfelsen und einen Rundkurs für Inline-Skater, dazu eine eigene Laufstrecke mit Fitnessgeräten. Im Neuen Hain findest du einen alten Eichenbestand mit als Naturdenkmal ausgewiesenen Bäumen. In der Nähe liegen der Märchenbrunnen direkt im Park, der Kollwitzplatz (rund 1,6 Kilometer) und die Weltzeituhr am Alexanderplatz (1,7 Kilometer). Hunde sind willkommen, rollstuhlgerechte Parkplätze und ein barrierefreier Eingang sind vorhanden.

Häufige Fragen

Warum ist der Volkspark Friedrichshain besonders?

Er war die erste kommunale Parkanlage Berlins überhaupt. Die Idee dazu stammte von Peter Joseph Lenné, 1840 beschlossen die Stadtverordneten anlässlich eines royalen Jubiläums, dem dicht besiedelten Berliner Osten damit einen Ort der Erholung zu geben. Den ältesten Teil gestaltete der Gartenarchitekt Johann Heinrich Gustav Meyer zwischen 1846 und 1848.

Was hat es mit dem Märchenbrunnen auf sich?

Zwölf Jahre lang wurde gebaut, bis der Märchenbrunnen 1913 fertig war. Den Entwurf lieferte der damalige Stadtbaurat Ludwig Hoffmann. Zehn Skulpturengruppen nach Grimms Märchen schuf der Bildhauer Ignatius Taschner, dazu kamen Arbeiten der Bildhauer Josef Rauch und Georg Wrba. Eine umfassende Rekonstruktion ließ den Brunnen wieder zu einem der schönsten der Stadt werden.

Woher kommt der Name Mont Klamott?

1941 wurden im Park zwei Flaktürme gebaut, die nach Kriegsende 1946 gesprengt wurden. Anschließend verfüllte und überdeckte man die Ruinen mit Bauschutt, der dadurch entstandene Trümmerberg wurde begrünt und von den Berlinern „Mont Klamott“ genannt. Er ist mit 78 Metern der höhere der beiden Bunkerberge im Park.

Was gibt es heute im Park zu sehen?

Neben dem Märchenbrunnen und den Bunkerbergen mit Aussichtsplattformen gibt es eine Freilichtbühne, die im Sommer vom Freiluftkino Friedrichshain genutzt wird, ein Beachvolleyballfeld, eine Skater-Halfpipe, Plätze für Basketball und Fußball sowie ein Denkmal für die deutschen Freiwilligen im Spanischen Bürgerkrieg von 1968.

Ist der Volkspark Friedrichshain mit Hund geeignet?

Ja, Hunde sind willkommen, rollstuhlgerechte Parkplätze und ein barrierefreier Eingang sind vorhanden. Für Jogger gibt es eine eigene Laufstrecke mit Fitnessgeräten, für Kinder mehrere Spielplätze.

Quellen: de.wikipedia.org

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