Tempelhofer Feld
Berlin
Der Stadtpark Steglitz liegt im Berliner Ortsteil Steglitz und wurde 1912 bis 1914 nach Plänen des Gartendirektors Fritz Zahn angelegt. Auf rund 17 Hektar findest du vier historische Teiche, einen denkmalgerecht wiederhergestellten Rosengarten und mehrere Spielplätze für Kinder und Familien.
Zwischen Albrechtstraße, Stindestraße und Sedanstraße erstreckt sich im Berliner Ortsteil Steglitz eine der älteren Parkanlagen der Stadt. Was heute wie ein gewachsenes Stück Natur wirkt, war ursprünglich eine sumpfige Niederung, die erst durch die Trockenlegung der Bäke nutzbar gemacht wurde, bevor daraus ein beliebter Stadtpark entstand.
Der ursprünglich kleinere Park entstand in den 1910er Jahren nach Plänen eines städtischen Gartenfachmanns unter der Leitung eines Gartendirektors, der selbst im Ort wohnte. Die damals noch eigenständige Gemeinde kaufte schon Jahre vorher private Grundstücke für die geplante Anlage auf, nutzte aber auch Flächen, die erst durch das Trockenlegen eines kleinen Flusslaufs begehbar wurden. Zu den ursprünglichen Attraktionen gehörten einige Sportplätze, ein flaches Planschbecken und ein kleines Tiergehege, die heute nicht mehr erhalten sind. Wenige Jahre nach der Eröffnung kam ein von einer dichten Hecke eingefasster Rosengarten mit kleinem Seerosenteich hinzu, der bis heute besteht.
Mitte der 1920er Jahre kam eine Streuobstwiese am Nordrand hinzu, gegen Ende des Jahrzehnts folgte eine Erweiterung nach Westen, nachdem dort zuvor Kleingärten beseitigt worden waren.
Während des Zweiten Weltkriegs diente ein Teil des Parks als Notfriedhof für ein nahegelegenes Lazarett, der nach Kriegsende wieder aufgelöst wurde. In den letzten Kriegstagen gruben sich Soldaten im Park ein, um eine wichtige Straßenkreuzung in der Nähe zu verteidigen, kurz darauf besetzten gegnerische Truppen mit zahlreichen Panzern das Gelände. In der Nachkriegszeit wurden die größten Schäden mit öffentlichen Fördermitteln beseitigt, Mitte der 1950er Jahre folgte eine größere Umgestaltung: Ein neuer Springbrunnen entstand auf der Hauptachse, dazu eine Freiluftbühne, die erst Jahrzehnte später durch den heutigen Musikpavillon ersetzt wurde. Bis Ende der 1960er Jahre wuchs der Park schrittweise auf seine aktuelle Größe.
Seit Mitte der 1990er Jahre ist der Stadtpark Steglitz als Gartendenkmal geschützt. Zu einem runden Jubiläum begann eine schrittweise Sanierung: Der Rosengarten wurde originalgetreu erneuert, kurz darauf kehrte eine historische Baumallee zurück, und auch die Ufer der Teiche wurden in den folgenden Jahren überarbeitet.
Im östlichen Hauptteil liegen vier historische Wasserflächen unterschiedlicher Größe: Zwei größere Teiche sind durch eine Brücke miteinander verbunden, dazu kommen zwei kleinere Gewässer. Im westlichen Teil liegt ein naturbelassener, grundwassergespeister Weiher. An ihrem Ufer steht ein Gedenkstein, der an Karl Fischer und die Gründung der Wandervogelbewegung erinnert.
Im Park stehen mehrere Skulpturen aus unterschiedlichen Jahrzehnten, darunter zwei spielende Seehunde auf einer kleinen Insel, eine klassische Bronzefigur aus dem 19. Jahrhundert und eine Steinfigur im Rosengarten. Ein großer Findling erinnert an zwei Personen, die sich um die Entstehung des Parks verdient gemacht haben.
Zu den ungewöhnlicheren Geschichten des Parks gehört eine Episode um den Schriftsteller Franz Kafka. In den frühen 1920er Jahren soll er regelmäßig mit seiner Lebensgefährtin im Park spazieren gegangen sein. Der Überlieferung nach begegnete er dort einem weinenden Kind, das seine Puppe verloren hatte, und erfand daraufhin eine Geschichte über die vermeintliche Reise der Puppe, die er dem Kind bei weiteren Begegnungen in Briefform vorlas. Bis heute gilt dieses Manuskript als verschollen.
Vom Stadtpark Steglitz aus führt die Wever-Promenade über den Teltowkanal weiter zum Bäkepark und zum Schlosspark Lichterfelde. Der Park bietet neben den Teichen auch eine Minigolfanlage, einen Lehrpfad zur Natur und einen Rodelhang sowie drei Spielplätze. Der Musikpavillon wird im Sommer für Konzerte genutzt. Hunde sind im Park willkommen, der Eingang ist barrierefrei.
Angelegt wurde der zwölf Hektar große Landschaftspark in den Jahren 1912 bis 1914, nach Plänen des Städtischen Garteninspektors Rudolf Korte und unter der Leitung des Königlichen Gartendirektors Fritz Zahn. 1929/30 kam eine Erweiterung westlich der Sedanstraße hinzu, bis 1968 wuchs der Park auf seine heutige Größe von rund 17 Hektar.
Im östlichen Teil liegen vier Teiche, angelegt zwischen 1906 und 1914: der Große Stadtparkteich mit zwei Inseln und der Fontänenteich mit Entenhaus bilden gemeinsam einen Doppelteich, dazu kommen der Kleine Stadtparkteich und der Restaurantteich. Im westlichen Teil liegt zusätzlich der naturbelassene Goebenteich, der von Grundwasser gespeist wird.
1917 legte der stellvertretende Garteninspektor Georg Kuphaldt einen Rosengarten mit Seerosenbecken an, eingefasst von einer Hainbuchenhecke. Er ist bis heute erhalten und wurde 2014, zum 100-jährigen Jubiläum des Parks, nach historischem Vorbild denkmalgerecht wiederhergestellt.
Der Überlieferung nach soll Franz Kafka Anfang der 1920er Jahre regelmäßig mit seiner Lebensgefährtin Dora Diamant durch den Stadtpark spaziert sein. Nach einer Begegnung mit einem Mädchen, das dort seine Puppe verloren hatte, soll er daraufhin einen inzwischen verschollenen Briefroman geschrieben haben, aus dem er ihr bei den folgenden Treffen vorlas.
Der Park liegt zwischen Albrechtstraße, Stindestraße, Am Eichgarten und Sedanstraße im Ortsteil Steglitz. Die Hauptachse mit dem Springbrunnen verläuft zwischen Bismarckstraße und Brückenstraße. Südlich schließt sich die Wever-Promenade an, die weiter zum Bäkepark und zum Schlosspark Lichterfelde führt.
Quellen: de.wikipedia.org
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