Bremer Weserwehr
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Im Bremer Stadtteil Horn-Lehe erstreckt sich auf 46 Hektar der Rhododendron-Park, der weltweit umfangreichste Bestand an Rhododendron-Arten und -Sorten. Angelegt wurde er ab 1911 auf dem Gelände eines früheren Wildparks, jährlich kommen rund 300.000 Gäste, der Eintritt in den eigentlichen Park kostet nichts.
Im Bremer Stadtteil Horn-Lehe liegt eine Sammlung, die es so kein zweites Mal gibt: der Rhododendron-Park. Auf 46 Hektar wachsen hier rund 600 Rhododendronwildarten und etwa 3.500 gezüchtete Sorten, Jahr für Jahr kommen rund 300.000 Besucher vorbei.
Alles beginnt 1911: Die Stadt Bremen erwirbt das Areal des Rickmers Park, der zuvor aus den beiden Landgütern Rickmers und Allmers bestanden hatte. Auf der Fläche steht bereits Baumbestand aus einer Wildpark-Nutzung um 1890, vor allem Eichen, dazu Buchen, Eschen und Fichten, der den später gesetzten Rhododendren noch heute Schutz vor Sonne und Wind bietet. Das milde Klima und die Nähe zum spezialisierten Baumschulgebiet rund um Oldenburg sprechen dafür, genau hier einen Garten zur Prüfung und Sichtung von Rhododendronsorten anzulegen. 1935 wird in Bremen die Deutsche Rhododendron-Gesellschaft gegründet, geleitet zunächst vom pensionierten Offizier Arnold von Engelbrechten. Als wenig später die heutige A 27 gebaut wird, schneidet die Trasse den östlichen Streifen des alten Rickmers Park vom Rest ab.
Rund ein Jahr nach Baubeginn öffnen im Juni 1937 die ersten zwei Hektar für Publikum, ein Jahr später stehen die meisten der damals rund 4000 Pflanzen fest im Boden. 1939 folgt ein weiterer Bauabschnitt, danach bringt der Krieg sämtliche Arbeiten zum Erliegen. Nach Kriegsende geht es weiter: zwischen 1949 und 1950 entsteht ein Terrarium, 1960 kommt ein Terrassencafé hinzu, 1964 ein Heidegarten. Ab 1972 werden Gewächshäuser für die frostempfindlichen tropischen und subtropischen Arten errichtet, benannt unter anderem nach dem ersten Bremer Nachkriegsbürgermeister Wilhelm Kaisen.
1976 schließen sich Unterstützer zum Verein der Freunde des Rhododendronparks zusammen, zwei Jahre später zieht das Rhododendron-Café ein. 1980 kommt das Azaleenmuseum als weitere Station dazu. 1984 kauft die Stadt zusätzliche elf Hektar nördlich des bestehenden Geländes für die wachsende Sammlung, ein Teil davon wird 1991 für Besucher freigegeben. 1998 folgt der vom Gartenarchitekten Eckhard Brülle entworfene Rosengarten mit rund 10.000 Quadratmetern Fläche, eine der größeren Erweiterungen dieser Zeit.
Im Jahr 2000 beginnt nach Plänen des Gartenarchitekten Karl-Peter Schreckenberg der Bau eines weiteren, rund zehn Hektar großen Areals: mehrere Themengärten entstehen, darunter ein Garten für Neuzüchtungen, ein Bonsai-Garten und ein Duftgarten, dazu ein See und ein großer Kinderspielplatz. Am 20. April 2002 wird dieser Abschnitt fertig. Wenig später, am 6. Juni 2003, eröffnet mit der botanika Deutschlands größtes Naturerlebniszentrum: In Gewächshäusern mit nachgebauten asiatischen Landschaftsbildern lässt sich die Formenvielfalt frostempfindlicher Rhododendron-Gewächse erleben.
2006 will der Bremer Senat wegen knapper Kassen erstmals während der Blütezeit Eintritt verlangen, zieht den Plan aber nach lautem Bürgerprotest noch vor dem Start zurück. 2008 gründet sich auf Initiative eines privaten Spenders aus Bremen-Horn eine Stiftung mit 30 Millionen Euro Grundkapital, an der sich die Stadt zu zwei Dritteln beteiligt. Seit 2009 kümmert sie sich um Pflege und Weiterentwicklung der Anlage, während für die botanika eine eigene GmbH zuständig bleibt.
Mittendrin liegt außerdem der Botanische Garten, der auf eine Stiftung des Kaufmanns Franz Schütte von 1905 zurückgeht und ursprünglich vom Gartenbaudirektor Georg Bitter angelegt wurde. Weil der frühere Standort am Osterdeich aufgegeben werden musste, siedelte er 1936 direkt neben den Rhododendron-Park um, vollständig fertig war er aber erst 1950. Gezeigt werden dort sowohl heimische Pflanzen als auch Gewächse von anderen Kontinenten.
Du erreichst den Park im Bremer Stadtteil Horn-Lehe über verschiedene Zugänge, am größten ist der Eingang gegenüber der Marcusallee 41. Ganzjährig geöffnet und kostenfrei sind sowohl der Park als auch das Restaurant Bloom, nur für die botanika zahlst du extra. In der Nähe liegt das Erlebniszentrum botanika direkt im Park (rund 300 Meter), das Focke-Museum ist etwa 1,4 Kilometer entfernt, das Universum Bremen rund 3,2 Kilometer. Kostenlose Parkplätze, rollstuhlgerechte Stellplätze und ein barrierefreier Eingang stehen zur Verfügung, Hunde sind willkommen.
Rund 600 der weltweit etwa 1.000 bekannten Rhododendronwildarten sind hier und in der angeschlossenen botanika zu sehen, dazu kommen ungefähr 3.500 gezüchtete Sorten. Kein anderer Park der Welt zeigt eine vergleichbar breite Rhododendron-Sammlung.
Die Stadt Bremen erwarb das Gelände 1911 vom damaligen Rickmers Park. Der alte Baumbestand aus der Zeit um 1890, vor allem Eichen, spendet den später gepflanzten Rhododendren bis heute Schatten. Die Deutsche Rhododendron-Gesellschaft entstand 1935 in Bremen, 1937 öffneten die ersten zwei Hektar für Besucher.
Am dichtesten blühen die Sträucher je nach Witterung von Ende April bis Mitte Juni. Weil Botanischer Garten und Rosengarten in die Anlage integriert sind, gibt es praktisch über die ganze Saison hinweg etwas zu entdecken.
Seit dem 6. Juni 2003 steht mitten im Park Deutschlands größtes Naturerlebniszentrum: die botanika. In nachgebauten asiatischen Landschaftsbildern unter Glas kannst du tropische und subtropische Rhododendron-Gewächse besichtigen, die im Freiland nicht winterhart wären.
Der Park selbst ist ganzjährig geöffnet und kostenlos zu betreten. Für die botanika als eigenständiges Naturerlebniszentrum wird gesondert Eintritt fällig. Getragen wird der Park seit 2009 von einer 2008 gegründeten Stiftung, an der die Stadtgemeinde Bremen zu zwei Dritteln beteiligt ist.
Quellen: de.wikipedia.org, rhododendronparkbremen.de
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