Der Rheingarten ist eine rund 600 Meter lange Grünanlage, die seit 1984 die Kölner Altstadt mit der Rheinuferpromenade verbindet. Er liegt direkt über dem Rheinufertunnel und ist heute beliebter Treffpunkt mit Blick auf den Rhein, umgeben von Brauhäusern und Lokalen mit Außengastronomie.
- Rund 600 Meter lange Grünanlage, eingeweiht am 17. August 1984
- Liegt direkt über dem 1982 fertiggestellten Rheinufertunnel
- Verbindet die Kölner Altstadt mit der Rheinuferpromenade
- Brunnen-Environment des Künstlers Eduardo Paolozzi auf dem Gelände
- Zahlreiche Lokale mit Biergarten und direktem Rheinblick in Laufweite
Wer in der Kölner Altstadt zum Rhein hinunterläuft, kommt fast immer durch den Rheingarten. Die schmale, rund 600 Meter lange Grünfläche zwischen Hohenzollernbrücke und Deutzer Brücke verbindet die historischen Gassen mit der Uferpromenade und ist zugleich einer der beliebtesten Orte der Stadt für einen Blick über den Fluss.
Ein Park über einem Tunnel
Dass der Rheingarten heute hier liegt, hat mit einem jahrzehntealten Verkehrsproblem zu tun. Schon der frühere Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer verfolgte die Idee, am Rheinufer einen Tunnel zu bauen. Erst rund 50 Jahre später, ab 1979, setzte die Stadt dieses Vorhaben tatsächlich um: Der sogenannte Rheinufertunnel entstand in offener Bauweise unterhalb des allgemeinen Geländeniveaus und wurde anschließend mit Erdmaterial bedeckt, sodass von außen kaum zu erkennen war, dass hier überhaupt eine Tieferlegung stattgefunden hatte.
Die Bauarbeiten waren technisch wie archäologisch bedeutsam: Ab 1979 kamen bei den Ausgrabungen zahlreiche historische Fundstücke zutage, darunter 1981 ein Kopf aus lothringischem Kalkstein. Nach gut drei Jahren Bauzeit und Kosten von 120 Millionen D-Mark weihte die Stadt den Rheinufertunnel im November 1982 ein. Den Freiraum, der sich über dem neuen Tunnel auftat, nutzte man anschließend für die Anlage des Rheingartens, der am 17. August 1984 eröffnet wurde und seitdem die Altstadt mit der Promenade am Fluss verbindet.
Zwischen Brauhäusern und Rheinblick
Entlang des Rheingartens haben sich über die Jahre zahlreiche Lokale angesiedelt, die ihre Außengastronomie direkt zum Fluss hin ausrichten. Besonders in den wärmeren Monaten füllen sich die Biergärten und Terrassen mit Gästen, die den Blick auf den Rhein und die vorbeifahrenden Schiffe genießen. Die Nähe zur historischen Altstadt mit ihren Brauhäusern macht den Rheingarten zu einem naheliegenden Zwischenstopp für alle, die zwischen Dom, Altstadt und Rheinufer unterwegs sind.
Kunst im Grünen
Auf dem Gelände des Rheingartens steht außerdem ein Brunnen-Environment des britischen Bildhauers Eduardo Paolozzi, eine Arbeit mit einem ähnlichen Charakter wie seine vergleichbare, 1989 entstandene Brunnenanlage in München. Paolozzi hatte dort über Jahre ein eigenes Studio und lehrte an der Akademie der Bildenden Künste München. Solche Kunstwerke im öffentlichen Raum sind typisch für die Kölner Grünanlagen dieser Jahrzehnte, in denen Stadtplanung und Kunst bewusst zusammengedacht wurden.
Teil der Kölner Stadtentwicklung am Rhein
Der Rheingarten ist Teil eines größeren Rheinpanoramas, das die Kölner Altstadt bis heute prägt: mit Dom, der romanischen Kirche Groß St. Martin und der Hohenzollernbrücke als markanten Fixpunkten. Die Stadtplanung der vergangenen Jahrzehnte hat diesen Bereich bewusst als zusammenhängenden Freiraum weiterentwickelt, der vom Heinrich-Böll-Platz bis zum Rheingarten reicht und über eine breite Treppenanlage direkt zum Fluss hinunterführt.
Tipps für deinen Besuch
Der Rheingarten liegt an der Rheinpromenade in der Kölner Altstadt und ist jederzeit kostenlos zugänglich, mit rollstuhlgerechtem Eingang und entsprechenden Parkplätzen; Hunde sind willkommen. In unmittelbarer Nähe liegen Groß St. Martin und der Fischmarkt (jeweils 0,1 Kilometer), das TimeRide Köln, das Museum Ludwig und der Alte Markt (jeweils 0,2 Kilometer) sowie der Heumarkt (0,3 Kilometer). Am besten besuchst du den Rheingarten am späten Nachmittag oder frühen Abend, wenn das Licht über dem Fluss am schönsten ist und die Lokale entlang der Promenade ihre Außenplätze öffnen.
Häufige Fragen
Seit wann gibt es den Rheingarten in Köln?
Der Rheingarten wurde am 17. August 1984 eingeweiht, direkt im Anschluss an die Fertigstellung des darunter liegenden Rheinufertunnels im November 1982.
Was hat der Rheingarten mit dem Rheinufertunnel zu tun?
Der Rheingarten liegt auf dem Freiraum über dem Rheinufertunnel, der zwischen 1979 und 1982 in offener Bauweise gebaut und anschließend mit Erdmaterial abgedeckt wurde. Die Fläche über dem Tunnel nutzte die Stadt für die rund 600 Meter lange Grünanlage.
Welche Kunstwerke gibt es im Rheingarten?
Im Rheingarten befindet sich ein Brunnen-Environment des britischen Künstlers Eduardo Paolozzi. Es trägt einen ähnlichen Charakter wie seine 1989 entstandene Brunnenanlage in München, wo Paolozzi mehrere Jahre lehrte und auch ein eigenes Studio hatte.
Gibt es im Rheingarten Lokale mit Rheinblick?
Ja, entlang des Rheingartens liegen zahlreiche Lokale mit Biergarten oder Restaurant, die direkten Blick auf den Rhein bieten. Die Außengastronomie ist besonders in den wärmeren Monaten gut besucht.
Ist der Rheingarten frei zugänglich?
Ja, der Rheingarten ist eine öffentliche Grünanlage in der Kölner Altstadt und jederzeit kostenlos zugänglich. Es gibt einen rollstuhlgerechten Eingang und rollstuhlgerechte Parkplätze, Hunde sind willkommen.
Quellen: de.wikipedia.org, de.wikipedia.org, de.wikipedia.org
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