Rheingarten Köln
Köln-Innenstadt
Der Rheinboulevard liegt am rechtsrheinischen Ufer in Köln-Deutz, direkt gegenüber der Altstadt. Die 2015 eröffnete, rund 500 Meter lange Freitreppe bietet einen der schönsten Ausblicke auf das Kölner Altstadtpanorama mit dem Dom und entstand über archäologisch bedeutsamen Resten eines römischen Kastells.
Wer von der Kölner Altstadt aus über den Rhein auf die Deutzer Seite blickt, sieht seit 2015 eine markante, breite Freitreppe, die vom Ufer aus Richtung Hohenzollernbrücke führt. Der Rheinboulevard gehört zu den jüngeren Sehenswürdigkeiten der Stadt, bietet aber einen der besten Blicke auf das historische Altstadtpanorama mit dem Dom, und das von der rechten Rheinseite aus.
Die zentrale Freitreppe des Rheinboulevards wurde am 13. Juli 2015 vom damaligen Oberbürgermeister Jürgen Roters feierlich eröffnet. Sie ist rund 500 Meter lang und erstreckt sich entlang des Kennedy-Ufers in Köln-Deutz, zwischen der Hohenzollernbrücke und dem ehemaligen Zugangsbereich zum Rheinpark. Bis Ende 2016 kamen oberhalb der Treppe noch ein Panoramaweg und der eigentliche Boulevard hinzu. Von hier aus öffnet sich ein Blick auf die Altstadt, der die Kölner City in neuem Licht zeigt und der rechten Rheinseite einen eigenen, repräsentativen Charakter verleiht.
Für ihre Gestaltung erhielt die Anlage eine Anerkennung beim Kölner Architekturpreis und bekam im selben Jahr eine bundesweite Auszeichnung für herausragende Landschaftsarchitektur verliehen. Auch das zuständige Landesministerium und die Architektenkammer zählten den Rheinboulevard zu einer Handvoll Kölner Bauwerke, die als wegweisend für künftige Projekte gelten.
Die Bauarbeiten am Rheinboulevard förderten Funde zutage, die in dieser Konzentration eine Besonderheit in Deutschland darstellen. Unterhalb der Uferbefestigung kamen Reste des spätrömischen Kastells Divitia zum Vorschein, jenes rechtsrheinischen Brückenkopfs, der zu Beginn des 4. Jahrhunderts gemeinsam mit einer Rheinbrücke errichtet wurde. Dazu fanden sich eine fränkische Kirchenruine, ein mittelalterlicher Wehrturm und der Unterbau einer ehemaligen Eisenbahn-Drehscheibe.
Aus einer Bürgerinitiative, die sich für den Erhalt dieser Funde einsetzte, entstand wenig später ein Förderverein, der sich seitdem um die Vermittlung dieses kulturellen Erbes kümmert. Am Kennedy-Ufer steht inzwischen ein Modell des römischen Kastells. Seit den frühen 2020er Jahren zählt das Bauwerk zudem als Teil einer größeren Welterbestätte zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Der rechtsrheinische Rheinboulevard ist ein Baustein des städtebaulichen Schwerpunktprojekts „Stadtentwicklung beiderseits des Rheins“, das die Stadt Köln im Rahmen der Regionale 2010 verfolgte. Nach dem Wettbewerbsergebnis und dem anschließenden Ratsbeschluss wurde der zentrale Bereich bis 2017 realisiert. Für die kommenden Jahre plant die Stadt eine Fortsetzung Richtung Tanzbrunnen, der Rat beschloss die entsprechende Entwurfsplanung im Dezember 2024, der Baubeginn ist für das zweite Quartal 2026 mit einer Bauzeit von rund anderthalb Jahren vorgesehen.
Direkt in der Nähe liegen der Rheingarten Köln und der Fischmarkt auf der gegenüberliegenden Altstadtseite, beide nur wenige hundert Meter entfernt, ebenso Groß St. Martin, TimeRide Köln, der Heumarkt und der Alte Markt. Am besten erreichst du den Rheinboulevard zu Fuß über die Hohenzollernbrücke vom Hauptbahnhof aus. Wegen der hohen Stufen ist bei großem Andrang Vorsicht geboten, während des Feuerwerks Kölner Lichter ist die Treppe aus Sicherheitsgründen nicht zugänglich.
Der zentrale Bereich mit der Freitreppe wurde am 13. Juli 2015 von Oberbürgermeister Jürgen Roters eröffnet. Bis Ende 2016 kamen Panoramaweg und Boulevard hinzu. Eine Erweiterung bis zum Tanzbrunnen soll laut Ratsbeschluss ab dem zweiten Quartal 2026 entstehen.
Bei den Grabungen kamen Turm- und Mauerreste des spätrömischen Kastells Divitia zum Vorschein, dazu die fränkische Kirchenruine Alt St. Urban, ein mittelalterlicher Wehrturm der Grafen von Berg sowie Fundamente einer Drehscheibe der Bergisch-Märkischen Eisenbahn. Diese Funde gaben den Anstoß zur Gründung des Historischen Park Deutz.
Der Rheinboulevard ist als öffentlicher Weg grundsätzlich frei zugänglich. Wegen der Sturzgefahr durch die hohen Stufen und eingeschränkter Fluchtwege bei Massenandrang bleibt er allerdings beim Großfeuerwerk Kölner Lichter gesperrt.
2017 erhielt das Projekt beim Kölner Architekturpreis eine Anerkennung und wurde zugleich mit dem Deutschen Landschaftsarchitekturpreis geehrt, der bedeutendsten deutschen Fachauszeichnung in diesem Bereich. Außerdem zählt der Rheinboulevard zu acht Kölner Bauwerken, die das Bauministerium und die Architektenkammer NRW als richtungsweisend auszeichneten.
Der Rheinboulevard liegt am Kennedy-Ufer in Köln-Deutz, direkt an der Hohenzollernbrücke, über die auch der Hauptbahnhof zu Fuß erreichbar ist. Die Freitreppe liegt gegenüber der Altstadt und ist von der Deutzer Seite aus in wenigen Minuten erreichbar.
Quellen: de.wikipedia.org, de.wikipedia.org, stadt-koeln.de
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