Im Dessauer Ortsteil Waldersee liegt mit dem Luisium ein Ensemble des Dessau-Wörlitzer Gartenreichs, das zum UNESCO-Welterbe zählt. Schloss und Park wurden in den 1770er-Jahren als Geschenk an Fürstin Luise von Brandenburg-Schwedt errichtet und sollten ihr dauerhaft als Witwensitz dienen.
Ein Landhaus für die Fürstin
Der Architekt Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff entwarf anstelle eines barocken Vorgängerparks ein klassizistisches, würfelförmiges Landhaus mit Pyramidendach und Belvedere. Seit 1780 trägt die Anlage den Namen der Fürstin, die neben dem Luisium auch das Schloss Wörlitz und das Graue Haus im Wörlitzer Park bewohnte. Nach der Wiedervereinigung wurde der Garten erneuert, nach langer Schließzeit konnte das Schloss schließlich wieder für Besucher öffnen, passend zum Geburtstag der Fürstin, und das erst nach einer aufwendigen Restaurierung.
Innen und im Garten
Im Erdgeschoss liegt ein Festsaal mit Reliefs und dunkelgrünen Stuckmarmorpilastern, im Obergeschoss erwartet dich ein Spiegelkabinett, dessen historische Spiegel die Gartenlandschaft einfangen. Drumherum erstreckt sich ein 14 Hektar großer englischer Landschaftsgarten, der von drei Erdwällen zum Hochwasserschutz geschützt wird. Sichtachsen führen vom Schloss zum früheren Gestüt, im Park stehen zudem die Weiße Brücke, ein römischer Ruinenbogen und der Pegasusbrunnen aus dem Jahr 1785. Während der Garten frei zugänglich ist, besichtigst du das Innere nur im Rahmen einer begleiteten Tour.











