Der Dom St. Mauritius und Katharina ist das Wahrzeichen Magdeburgs und gilt als die erste vollständig gotisch geplante Kathedrale in Deutschland, die zudem als eine der ersten ihrer Art fertiggestellt wurde. Die Kirchengemeinde nutzt ihn bis heute für Gottesdienste, zugleich ist er der größte Sakralbau Mitteldeutschlands.
Über 300 Jahre Bauzeit
Begonnen wurde der heutige Bau 1209, nachdem eine ältere Kathedrale 1207 bei einem Stadtbrand schwer beschädigt worden war. Ihre Wurzeln reichen bis zu einer Klostergründung im Jahr 937 zurück. Geweiht wurde der neue Dom 1363, vollendet erst 1520 mit dem Bau der beiden Westtürme. Hier liegt auch das Grab Kaiser Ottos des Großen neben dem seiner ersten Frau Editha, wodurch der Bau einen besonderen Rang in der deutschen Geschichte einnimmt. Im Zweiten Weltkrieg beschädigten alliierte Luftangriffe das Bauwerk schwer, nach dem Wiederaufbau konnte es 1955 erneut eröffnet werden.
Was du im Inneren entdeckst
Mehr als 30 Darstellungen des Kirchenpatrons Mauritius verteilen sich über das Gebäude, besonders eindrucksvoll im Hohen Chor. Dazu kommen ein Lettner, zahlreiche historische Grabmäler, eine Alabasterkanzel und die Paradiesvorhalle mit den Figuren der klugen und törichten Jungfrauen. Wer den Nordturm besteigt, blickt von weit oben über die Stadt an der Elbe. Regelmäßige Führungen und Turmbesteigungen machen den Dom auch über den reinen Kirchenbesuch hinaus erlebbar. Träger des Gebäudes ist heute die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt.











