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Sehenswürdigkeit in Jena

Kunitzburg in Jena

Kunitzburg in Jena

Fünf Kilometer nordöstlich von Jena, dort wo Jenzig und Großer Gleisberg das sogenannte „Hufeisen“ bilden, liegen die Reste der Kunitzburg. Die Ruine einer Höhenburg trug ursprünglich den Namen Burg Gleißberg und wird heute nach dem unterhalb liegenden Jenaer Ortsteil Kunitz benannt. Erhalten geblieben sind Teile eines Wohngebäudes, ein halbrunder Turm, Mauerreste mit Strebepfeilern sowie der Stumpf eines einstigen Bergfrieds und ein teilweise freigelegter Burgbrunnen.

Vom Reichsgut zur Ruine

Frühe Besitzer der Burg waren vermutlich die Herren und Vögte von Glisberg, erste schriftliche Spuren reichen bis ins 11. und 12. Jahrhundert zurück. 1158 erhob Kaiser Friedrich I. die Burg samt Jenzig zu Reichsgut, danach wechselten über Jahrhunderte Besitzer und Lehnsherren. 1451 wurde die Burg gestürmt, zwei Jahre später brach man den Bergfried nieder. Ein Wiederaufbau erfolgte nicht, seitdem blieb sie Ruine.

Wandern zur Kunitzburg

Erreichbar ist die Kunitzburg ausschließlich auf eigenen Beinen, mit festem Schuhwerk oder per Mountainbike über Waldwege. Von Kunitz aus führt die kürzere Route auf steilen, naturnahen Pfaden mit rund 200 Metern Anstieg zur Ruine, eine längere, dafür weniger beschwerliche Strecke verläuft über Straße und Forstweg. Von mehreren Punkten entlang des Weges und von der Ruine selbst öffnet sich ein weiter Blick ins Saaletal. Rund 100 Meter südöstlich steht die Burgklause, in den 1920er Jahren von der örtlichen Kunitzburggemeinde errichtet und heute Treffpunkt für Veranstaltungen des Freundeskreises Kunitzburg.

Quellen: de.wikipedia.org, kunitzburg.de, abgerufen 1.10.2026

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