Schloss Bellevue
Berlin-Mitte
Der Große Tiergarten erstreckt sich auf 210 Hektar mitten durch Berlin-Mitte und war ursprünglich ein kurfürstliches Jagdrevier. Peter Joseph Lenné gestaltete ihn ab 1833 zum Landschaftspark um, heute prägen ihn die Siegessäule, Gedenkorte und weite Wiesen.
Mitten durch Berlin-Mitte erstreckt sich auf 210 Hektar der Große Tiergarten, die zentrale Parkanlage der Hauptstadt. Breite Straßen wie die Straße des 17. Juni durchschneiden ihn, am Großen Stern in seiner Mitte steht die Siegessäule. Was heute als weitläufiger Landschaftspark erscheint, war ursprünglich ein eingezäuntes Jagdgebiet.
Schon 1527 legten die Kurfürsten von Brandenburg unweit des damaligen Berliner Schlosses einen ersten Tiergarten an, der ab 1530 nach Westen und Norden erweitert wurde. Wildtiere wurden hier ausgesetzt und durch Zäune am Entweichen gehindert. Unter Friedrich I. entstand entlang der heutigen Allee Unter den Linden eine breite Schneise durch das Gelände, gedacht als Verbindung zum neuen Schloss Charlottenburg.
Friedrich der Große war kein Freund der Jagd. 1742 beauftragte er seinen Architekten Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff damit, die alten Wildzäune entfernen und das Areal in einen öffentlichen Lustpark umwandeln zu lassen. Es entstanden Blumenbeete, Labyrinthe und Wasserbecken im Stil des Barock, dazu eine Fasanerie, aus der später der 1844 eröffnete Zoologische Garten hervorging.
Ab Ende des 18. Jahrhunderts wichen die barocken Formen zunehmend dem neuen landschaftlichen Gartenideal, etwa im Schlosspark Bellevue. Den Auftrag zur Neugestaltung des gesamten Parks bekam 1818 ein junger Gärtner namens Peter Joseph Lenné, der zu dieser Zeit noch in Sanssouci arbeitete. Die ursprüngliche „Idealplanung“ lehnte König Friedrich Wilhelm III. zunächst ab, erst nach langwierigen Auseinandersetzungen mit der Verwaltung konnte Lenné ein abgewandeltes Konzept umsetzen, fertiggestellt zwischen 1833 und 1840. So bekam der Park die Grundform, die er bis heute trägt: weite Rasenflächen, Wasserläufe, Seen und Brücken wie die Löwenbrücke, angelegt nach dem Vorbild englischer Gartenkunst. In dieser Grundform blieb der Park über ein Jahrhundert hinweg nahezu unverändert, ergänzt um Denkmäler wie das 1849 geschaffene Standbild für Friedrich Wilhelm III.
Luftangriffe der Alliierten richteten im Zweiten Weltkrieg schwere Schäden im Tiergarten an. In der Nachkriegszeit verheizten die Berliner wegen Kohlemangels Bäume und Sträucher und bauten auf den Freiflächen Kartoffeln und Gemüse an, mit britischer Genehmigung entstanden rund 2.550 Parzellen. Von einst etwa 200.000 Bäumen standen danach nur noch rund 700.
Am 2. Juli 1945 fasste der Berliner Magistrat den Beschluss, den Park wiederherzustellen. Der Wiederaufbau erfolgte nach pragmatischen Plänen des damaligen Tiergartendirektors Wilhelm Alverdes, der zwischen 1949 und 1959 im Rahmen eines Notstandsprogramms den Tiergarten wiederaufforstete. Den symbolischen Auftakt setzte Oberbürgermeister Ernst Reuter am 17. März 1949, als er persönlich eine Linde pflanzte. Insgesamt kamen 250.000 gespendete Jungbäume aus dem gesamten Bundesgebiet in die Stadt, während der Berlin-Blockade sogar eingeflogen.
Der Tiergarten versammelt mehrere Orte des Erinnerns. 1945 legte die Rote Armee quer zur Siegesallee das Sowjetische Ehrenmal für ihre gefallenen Soldaten an. Nahe dem Neuen See steht eine Stele zum Gedenken an den ermordeten Karl Liebknecht, am Landwehrkanal erinnert ein weiteres Denkmal an Rosa Luxemburg. In der Tiergartenstraße würdigt ein Ort der Information die Opfer der NS-„Euthanasie“-Verbrechen, südlich des Reichstags steht seit 2012 ein Denkmal für die unter dem NS-Regime ermordeten Sinti und Roma. Im südöstlichen Teil des Parks kam 2008 ein weiteres Mahnmal hinzu, gewidmet den unter dem NS-Regime verfolgten homosexuellen Männern und Frauen.
Mehrere Wege erschließen den Tiergarten: Vom Bahnhof Zoologischer Garten führt eine Route zum S-Bahnhof Tiergarten entlang des Landwehrkanals, eine andere verbindet die Lichtensteinallee über die Fasanerieallee mit dem Großen Stern und der Siegessäule. In unmittelbarer Nähe liegen Schloss Bellevue, das Haus der Kulturen der Welt und die Siegessäule, jeweils rund 0,6 Kilometer entfernt, die Gemäldegalerie und das Kunstgewerbemuseum sind in etwa 0,7 Kilometern zu erreichen.
Ein erster Tiergarten entstand bereits 1527 unweit des damaligen Berliner Schlosses als Jagdrevier der Kurfürsten von Brandenburg. Das heutige Gebiet wurde ab 1530 schrittweise durch Zukäufe erweitert. Friedrich der Große ließ die Wildzäune 1742 entfernen und wandelte das Gelände in einen öffentlichen Lustpark um.
Peter Joseph Lenné bekam 1818 den Auftrag zur Neugestaltung. Nach langwierigen Abstimmungen mit der Verwaltung konnte er sein überarbeitetes Konzept bis 1840 umsetzen. Dabei entstand die bis heute prägende Grundstruktur: weite Rasenflächen, Seen und Alleen im Stil englischer Landschaftsgärten.
Luftangriffe der Alliierten beschädigten den Park im Zweiten Weltkrieg schwer. In der Nachkriegszeit verheizten die Berliner wegen Kohlemangels Bäume und Sträucher und bauten auf den Freiflächen Kartoffeln und Gemüse an, mit britischer Genehmigung auf rund 2.550 Parzellen. Von einst rund 200.000 Bäumen standen danach nur noch etwa 700.
Der rund 40.000 Quadratmeter große Englische Garten südwestlich von Schloss Bellevue entstand 1952 mithilfe britischer Baumspenden, der britische Außenminister Anthony Eden war bei der Einweihung dabei, daher der Spitzname „Garten Eden“. Das darin gelegene Teehaus steht dort, wo früher das Wohnhaus des Schauspielers Gustaf Gründgens stand.
Im Park erinnern unter anderem das Sowjetische Ehrenmal, am Neuen See eine Stele für den ermordeten Karl Liebknecht, ein Denkmal für Rosa Luxemburg sowie ein Ort der Information zu den Opfern der NS-„Euthanasie“-Verbrechen. Dazu kommen zwei 2008 und 2012 errichtete Mahnmale, eines für verfolgte homosexuelle Männer und Frauen, das andere für die unter dem NS-Regime ermordeten Sinti und Roma.
Quellen: de.wikipedia.org
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