Volkspark Humboldthain
Berlin-Mitte
Der Bürgerpark Pankow ist eine große Grünanlage mit zwölf Hektar Fläche längs der Panke, die 1856 als privater Landsitz entstand und seit 1907 öffentlich zugänglich ist. Mit altem Baumbestand, Rosengarten und Tiergehege liegt er nur wenige Schritte vom Pankower Rathaus entfernt.
Nur wenige Schritte vom Pankower Rathaus entfernt liegt der Bürgerpark, zwölf Hektar Grün längs der Panke. Was heute wie eine klassische städtische Parkanlage wirkt, war ursprünglich der private Landsitz eines Berliner Verlegers.
Den Grundstein legte 1856 Hermann Killisch von Horn, der Gründer der Berliner Börsen-Zeitung, als er das Areal einer ehemaligen Papiermühle von 1800 an der Panke erwarb, um dort einen Familiensitz einzurichten. 1863/64 kaufte er weitere Flächen dazu, sodass das Gelände auf zehn Hektar wuchs, und legte zusammen mit Wilhelm Perring, der später als Garteninspektor den Botanischen Garten Berlin leitete, eine Parklandschaft im englischen Stil an. Aus dem alten Mühlengebäude, in dem einst bis zu 60 Menschen arbeiteten, wurde ein herrschaftliches Wohnhaus, ergänzt um Palmenhäuser, Brücken und einen Tempel im indischen Stil. Bis heute steht das dreiteilige Eingangsportal, das um 1865 im Stil italienischer Triumphbögen errichtet und 2007 vollständig instand gesetzt wurde.
Ihren Namen und ihre öffentliche Bestimmung bekam die Anlage 1907, als die Gemeinde Pankow unter Bürgermeister Wilhelm Kuhr das Grundstück für 1,45 Millionen Mark erwarb. Kuhr handelte dabei vorausschauend: Er wollte verhindern, dass das Gelände an Bodenspekulanten fällt, wie es damals vielen attraktiven Flächen in den wachsenden Berliner Vororten erging. Aus dem alten Obergärtnerhaus wurde ein Gartenrestaurant mit Musikpavillon, der private Park verwandelte sich in eine Grünanlage für alle. Mit der Öffnung für die Bürgerschaft erhielt er 1907 auch seinen heutigen Namen. Ein paar Jahre später, 1923, entstand nördlich der Panke zusätzlich der angrenzende Volkspark Schönholzer Heide.
Die Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg beschädigten die Parkgebäude erheblich, das Herrenhaus und das Restaurantgebäude verschwanden größtenteils im Lauf der 1960er-Jahre. Nach einer grundlegenden Erneuerung zwischen 1965 und 1968 bekam der Bürgerpark das Gesicht, das er im Wesentlichen bis heute trägt, geprägt von der Panke, weiten Wiesenflächen und einem gut erhaltenen Baumbestand.
Der Baumbestand erreicht teils ein Alter von 150 Jahren und besteht hauptsächlich aus Eichen, Buchen und zahlreichen Ahornarten. Entlang des Pankeufers steht eine rund hundertjährige Sumpfzypresse als Naturdenkmal, ebenso eine Amerikanische Roteiche und eine Rotbuche. Bei einem Spaziergang findest du zudem Maulbeerbaum, Trompetenbaum, Tulpenbaum und Edelkastanie.
Zwischen 1990 und 1992 entstand im Park ein sortenreicher Rosengarten, der im Sommer zu den Anziehungspunkten des Bürgerparks zählt. Dort blühen Beet- und Strauchrosen, Teehybriden und Minirosen, dazu Kletterrosen an einer Sandsteinpergola. Gelegentlich finden im nahegelegenen Musikpavillon Konzerte statt. Weiter südlich, eingebettet zwischen zwei künstlich geschaffenen Erhebungen, hält der Park bereits seit den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts ein Tiergehege bereit, in dem seit den 1990er-Jahren Zwergziegen leben. Am ehemaligen Jägerhaus gibt es zudem Gehege mit Pfauen, Fasanen und Vögeln aus seltenen Taubenarten.
Der Bürgerpark Pankow ist über den S-Bahnhof Wollankstraße oder den S-/U-Bahnhof Pankow gut zu erreichen, auch die Straßenbahnlinie M1 sowie die Buslinien 155 und 250 halten an der Haltestelle Bürgerpark Pankow. Die Buslinie 255 bringt dich direkt zum Haupteingang an der Wilhelm-Kuhr-Straße. Durch den Park schlängelt sich der Panke-Rad- und Wanderweg, am Südwestrand verläuft zudem der Berliner Mauerweg. In unmittelbarer Nähe, etwa 200 Meter entfernt, liegt ein Ziegengehege, weiter entfernt findest du das Schloss Schönhausen (1,2 Kilometer) und den Volkspark Humboldthain (2,8 Kilometer). Hunde sind im Park willkommen, Zugang und Parkplätze sind rollstuhlgerecht.
1856 kaufte Hermann Killisch von Horn, Begründer der Berliner Börsen-Zeitung, das Gelände einer ehemaligen Papiermühle an der Panke, um einen Landsitz einzurichten. Gemeinsam mit Wilhelm Perring, dem späteren Garteninspektor des Botanischen Gartens Berlin, legte er einen Landschaftsgarten nach englischem Vorbild an.
Seit 1907. Die Gemeinde Pankow kaufte den Park unter Bürgermeister Wilhelm Kuhr für 1,45 Millionen Mark, um ihn vor Bodenspekulation zu schützen. Mit der Freigabe an die Bürger erhielt er seinen heutigen Namen.
Die Luftangriffe beschädigten die Gebäude im Park stark, darunter das Herrenhaus und das Restaurantgebäude, die in den 1960er-Jahren größtenteils abgerissen wurden. Nach einer grundlegenden Erneuerung 1965 bis 1968 erhielt der Park sein heutiges Aussehen.
Von Wollankstraße kommst du mit der S-Bahn her, alternativ nutzt du den S-/U-Bahnhof Pankow. Auch die Straßenbahnlinie M1 sowie die Buslinien 155, 250 und 255 halten in der Nähe, die Buslinie 255 bringt dich direkt zum Haupteingang an der Wilhelm-Kuhr-Straße.
Ja, Hunde sind willkommen und der Zugang ist rollstuhlgerecht. Für Kinder gibt es nebenan im Volkspark Schönholzer Heide einen Spielplatz mit großem Kletterschiff und den Kinderbauernhof Pinke Panke.
Quellen: de.wikipedia.org
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