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Sehenswürdigkeit

Aquarium Berlin

Berlin-Mitte

© Zoo Berlin

Das Aquarium Berlin liegt direkt am Zoologischen Garten in Tiergarten und zeigt auf drei Stockwerken Meeres- und Süßwasserbewohner, Reptilien, Amphibien und Insekten. Seit der Eröffnung 1913 gilt es als eine der artenreichsten Einrichtungen seiner Art weltweit.

  • Gezeigt werden etwa 13.000 Einzeltiere, verteilt auf über 1.000 Arten, auf drei Stockwerken
  • Krokodilhalle mit begehbarer Hängebrücke, seit der Eröffnung 1913 Hauptattraktion des Hauses
  • Komodowarane: bis zu drei Meter lang, damit die größten Echsen der Welt
  • Landschaftsaquarium im Anbau von 1980 mit Becken zu Korallenmeer, Südamerika und Südostasien
  • Rekonstruierte Fassadenreliefs von Heinrich Harder mit prähistorischen Tiermotiven

Hinter der historischen Fassade an der Budapester Straße verbirgt sich eines der artenreichsten Aquarien der Welt. Das Aquarium Berlin liegt direkt im Zoologischen Garten im Ortsteil Tiergarten, der zweite Eingang befindet sich am Olof-Palme-Platz. Auf drei Stockwerken warten rund 13.000 Tiere in über 1.000 Arten, von Quallen über Haie bis zu Riesenschlangen.

Von der Gründung bis zur Zerstörung im Krieg

Bevor das heutige Haus entstand, gab es bereits ein erstes Aquarium Unter den Linden, gegründet von Alfred Brehm. Es musste 1910 aus wirtschaftlichen Gründen schließen. Der Zoologische Garten entschied sich daraufhin, auf eigenem Gelände einen Neubau zu errichten, und erhöhte dafür sein Aktienkapital deutlich. Zwischen 1911 und 1913 entstand an der heutigen Budapester Straße ein dreigeschossiger Bau nach Plänen der Architekten Zaar und Vahl, mit reichem künstlerischem Schmuck des Malers Heinrich Harder, der sich auf die Darstellung prähistorischer Tiere spezialisiert hatte. Herzstück des neuen Hauses war die Krokodilhalle mit einer für Besucher begehbaren Hängebrücke, eine Anlage, wie es sie zuvor nirgendwo gegeben hatte. Am 18. August 1913 öffnete das Haus seine Türen, bei seiner Eröffnung zeigte es rund 400 Tierarten. Bis 1939 wuchs der Bestand auf 746 Arten mit über 8.500 Einzeltieren. Im Zweiten Weltkrieg traf ein Bombenvolltreffer die Krokodilhalle, vom gesamten Bau blieben nur die Grundmauern übrig.

Wiederaufbau und Erweiterung

Unter der Leitung von Katharina Heinroth, der Witwe des ersten Direktors Oskar Heinroth, begann der Wiederaufbau auf den alten Grundmauern. Aus Kostengründen verzichtete man zunächst auf den aufwendigen Fassadenschmuck. 1952 öffnete das Erdgeschoss wieder, 1956 folgten Krokodilhalle und Schlangenabteilung, 1959 das Insektarium. Etwa ein Vierteljahrhundert nach dem Wiederaufbau zeigten sich an der Bausubstanz Mängel aus der Nachkriegszeit, sodass zwischen 1978 und 1980 ein achteckiger Anbau als Landschaftsaquarium entstand. Dort zeigen fünf große Becken Ausschnitte aus Korallenmeer, südamerikanischen Flüssen und den Gewässern Südostasiens, dazu ein Rundbecken für nordamerikanische Löffelstöre und ein großes Becken für Haie und Meeresschildkröten. 1983 war die Erneuerung des alten Gebäudeteils fertig, dabei konnte ein Bildhauer anhand erhaltener Originalentwürfe und alter Fotografien die Fassadenreliefs Heinrich Harders rekonstruieren.

Technik und Tierbestand

Für die empfindlichen Bewohner des Hauses ist die Wasserqualität entscheidend: Jedes Becken wird separat aufbereitet und etwa einmal pro Stunde komplett gefiltert. Ein Alarmsystem mit Computersteuerung überwacht ständig die technischen Anlagen, bei Störungen springt ein Dieselaggregat ein und sichert die Stromversorgung. Zu den wertvollsten Tieren zählen die Komodowarane, mit Längen von bis zu drei Metern die größten Echsen der Welt, die nur als Staatsgeschenk ihre Heimat Indonesien verlassen dürfen. Eine Besonderheit ist außerdem die Gruppe der neuseeländischen Brückenechsen, oft als lebende Fossilien bezeichnet, für die ein eigens gekühltes Terrarium eingerichtet wurde. Große Teile des Futters werden im Haus selbst gezüchtet, darunter Fruchtfliegen, Wanderheuschrecken und Grillen, dazu kommen jährlich tausende Ratten und Mäuse aus der hauseigenen Futtertierstation.

Tipps für deinen Besuch

Plane für den Rundgang durch Krokodilhalle, Landschaftsaquarium und Insektarium ausreichend Zeit ein. Das Aquarium liegt in unmittelbarer Nähe mehrerer Zoo-Attraktionen: Ticketpoint und Reich der Jäger sind nur rund 100 Meter entfernt, das Affenhaus und der Zoologische Garten selbst etwa 200 Meter, Pandagarten und Pinguinhaus liegen ebenfalls in Laufweite. Wer Zoo und Aquarium am selben Tag besuchen will, sollte eine Kombikarte wählen, denn diese ist bis 15 Uhr erhältlich und das Gelände darf zwischen beiden Besuchen nicht verlassen werden.

Häufige Fragen

Was kostet der Eintritt ins Aquarium Berlin?

Stand Oktober 2026 kostet ein Online-Tagesticket für Erwachsene ab 16 Jahren ab 16,00 Euro, an der Kasse 25,00 Euro. Kinder von 4 bis 15 Jahren zahlen online ab 7,50 Euro, an der Kasse 12,50 Euro. Kinder unter 4 Jahren haben in Kombination mit dem Zoo freien Eintritt. Eine Kombikarte für Aquarium und Zoo kostet online ab 24,00 Euro für Erwachsene.

Welche Tiere kann ich im Aquarium Berlin sehen?

Im Erdgeschoss leben Meeres- und Süßwasserfische, eine Etage höher vor allem Reptilien und Amphibien, ganz oben Käfer, Spinnen und Schmetterlinge. Zu den bekanntesten Bewohnern zählen die Komodowarane, die größten Echsen der Welt, dazu die seltenen neuseeländischen Brückenechsen, die wegen ihrer langen Stammesgeschichte oft lebende Fossilien genannt werden.

Wie lange dauert ein Besuch im Aquarium?

Das Haus ist auf drei Etagen mit Krokodilhalle, Landschaftsaquarium und Insektarium aufgeteilt. Für einen Rundgang durch alle Bereiche solltest du mindestens anderthalb bis zwei Stunden einplanen.

Ist das Aquarium Berlin mit Kindern geeignet?

Ja. Die Zooschule des Hauses organisiert kostenfreie Führungen für Schulklassen aus Berlin, abgestimmt auf unterschiedliche Jahrgangsstufen. Zusätzlich gibt es die Junior-Zoo-Universität für die fünften und sechsten Klassen.

Wie komme ich zum Aquarium Berlin?

Das Aquarium liegt auf dem Zoo-Gelände in Tiergarten, du kannst aber auch über einen eigenen Eingang am Olof-Palme-Platz hinein. Parkhäuser und kostenpflichtige Parkplätze befinden sich in unmittelbarer Nähe.

Quellen: de.wikipedia.org, aquarium-berlin.de

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