Das Schwabentor in Freiburg: Historisches Stadttor mit faszinierender Geschichte
Das Schwabentor, eines der zwei noch erhaltenen Stadttore in Freiburg, ist ein beeindruckendes Zeugnis mittelalterlicher Architektur und Stadtgeschichte. Sein wahrscheinlicher Ursprung in der Mitte des 13. Jahrhunderts macht das Tor zu einem beeindruckenden kulturellen Highlight.
Der “Dornauszieher” als Mahnung
Über der Tordurchfahrt sitzt die kleine Figur des “Dornausziehers”. Mit überschlagenen Beinen zieht sich die Figur einen Dorn aus dem Fuß, Symbol für Sünde und Strafe seit der Antike. So wurde jedem, der die Stadt verließ, eindringlich mahnt, nicht vom rechten Weg abzukommen.
Legenden und Namensgebung
Der Name des Schwabentors geht auf eine amüsante Legende zurück: Ein reicher Salzkaufmann aus Schwaben wollte Freiburg kaufen und war dafür bereit, all sein Geld zu opfern. Als er jedoch die Fässer öffnete, lachte man ihn aus, denn seine Frau hatte das Geld heimlich durch Sand und Steine ersetzt. Seit dem 17. Jahrhundert ziert die Darstellung des Salzkaufmanns und seines Fuhrwerks die Innenseite des Tores.
Innere und äußere Pracht
Die Außenseite des Tores schmückt der Drachentöter St. Georg, der Schutzpatron Freiburgs. Aber auch der Blick in das Innere des Tores lohnt sich. Dort befindet sich die Zinnfigurenklause, ein Miniaturmuseum, das mit mehr als 10.000 Zinnfiguren wichtige Ereignisse der Freiburger Geschichte darstellt.
Barrierefreiheit und Zugänglichkeit
Das Schwabentor ist über die Salzstraße erreichbar und auch für Rollstuhlfahrer von außen zu besichtigen. Ein barrierefreies WC befindet sich am Augustinerplatz. Allerdings muss man beachten, dass die Zinnfigurenklause im Schwabentor nicht barrierefrei ist.
Unser Tipp
Eine Wanderung auf den angrenzenden Schloßberg bietet sich an: Von dort lässt sich die malerische Kulisse des Schwabentors, zusammen mit Münster und Martinstor, am besten genießen.















