Am linken Ufer der Saar, im Stadtteil Alt-Saarbrücken, steht das barocke Saarbrücker Schloss auf einem natürlichen Sandsteinfelsen. Schon im Jahr 999 berichten historische Quellen von einem kaiserlichen Castell an dieser Stelle, aus dem über Jahrhunderte zunächst eine mittelalterliche Burg und später ein Renaissanceschloss hervorgingen. Das heutige barocke Schloss entstand im 18. Jahrhundert und bildete fast fünf Jahrzehnte lang den politischen und kulturellen Mittelpunkt des Fürstentums Nassau-Saarbrücken.
Zerstörung, Wiederaufbau und Neugestaltung
1793 wurde das Schloss während der Wirren der Französischen Revolution durch einen Brand teilweise zerstört und anschließend als Wohnhaus für acht Saarbrücker Familien wiederaufgebaut. Im 20. Jahrhundert diente das Gebäude unter anderem als Sitz der Kreisverwaltung und während der NS-Zeit als Leitstelle der Gestapo, woran heute der Platz des Unsichtbaren Mahnmals vor dem Schloss erinnert. Nach jahrzehntelangem Verfall beschloss die Stadt 1981, die historische Bausubstanz zu erhalten und zugleich einen modernen Mittelpavillon nach Entwürfen von Gottfried Böhm zu ergänzen. Die Arbeiten waren 1989 abgeschlossen.
Was du im Schloss besichtigen kannst
Heute ist das Schloss Verwaltungssitz des Regionalverbands Saarbrücken und beherbergt im Gewölbekeller und einem Anbau das Historische Museum Saar. Bei Ausgrabungen zwischen 2003 und 2007 kamen unter dem Schlossplatz die Kasematten der ursprünglichen Burganlage zum Vorschein, sie lassen sich heute im Rahmen eines Museumsbesuchs erkunden. Rund um den Schlossplatz und im angrenzenden Schlossgarten kannst du den Besuch gut mit einem Spaziergang entlang der Saar verbinden.












