Zwischen Hauptbahnhof und Saarufer liegt der Bürgerpark Hafeninsel, eine rund 9 Hektar große Grünanlage, die sich von Ost nach West an der Saar entlangzieht. Für ihre Gestaltung erhielt Saarbrücken 1989 den Landschaftsarchitekturpreis des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten. Wo heute Wiesen, Wege und Wasserflächen liegen, verschifften Arbeiter einst Kohle: Der Park entstand auf dem Gelände des früheren Kohlehafens, der auf einer von einem Saar-Altarm gebildeten Halbinsel lag.
Von der Industriebrache zum Landschaftspark
Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es erste Überlegungen für eine Grünfläche, umgesetzt wurde zunächst nur die Kongresshalle am östlichen Rand im Jahr 1967. Erst Mitte der 1980er Jahre beauftragte die Stadt den Landschaftsarchitekten Peter Latz mit einem Konzept, das die industrielle Vergangenheit sichtbar lässt und zugleich getrennte Stadtteile wieder verbindet. Gemeinsam mit Schülern, Studierenden und Anwohnern grub Latz im Boden nach Spuren der alten Hafenanlagen und verarbeitete das Gefundene zu Stützmauern, Wegen und Treppen. Nach gut drei Jahren Bauzeit wurde der Park am 2. Juni 1989 eröffnet.
Was du im Park entdecken kannst
Ein Boule-Platz und eine Skateanlage liegen neben Wiesenflächen und alten Baumgruppen, dazwischen tauchen unter dem Schutt gefundene Pflasterflächen und Mauerreste wieder auf. Markant ist ein kleines Amphitheater sowie eine Wasserfläche mit einem Wassertor, das an eine Industrieruine erinnert. Heckengänge und Buschinseln geben dem Gelände zusätzliche Struktur. So verbindet der Bürgerpark Landschaftsgarten und Stadtpark auf eine Weise, die seine Geschichte als Hafeninsel sichtbar lässt.












