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Sehenswürdigkeit

Monbijoupark

Berlin-Mitte

Der Monbijoupark liegt in Berlin-Mitte zwischen Spree und Oranienburger Straße, östlich der Museumsinsel. Die vier Hektar große Grünanlage entstand an der Stelle des im Krieg zerstörten Rokoko-Schlosses Monbijou, das 1959 vollständig abgetragen wurde.

  • Kinderfreibad von 1960, entworfen von den Architekten Graffunder und Hinkefuß
  • Chamisso-Denkmal aus Marmor von Julius Moser, 1888 errichtet und denkmalgeschützt
  • Uferpromenade an der Spree, seit der Umgestaltung 2006/2007 an manchen Stellen neun Meter breit
  • Monbijoubrücke zur Museumsinsel, 2006 wiederaufgebaut
  • Bis 1959 Standort des Rokoko-Lustschlosses Monbijou, errichtet für Gräfin Wartenberg

Gegenüber der Museumsinsel, dort wo die Spree an der Oranienburger Straße vorbeifließt, liegt eine der beliebtesten Grünanlagen Berlin-Mittes: der Monbijoupark. Vier Hektar Rasenflächen, eine breite Uferpromenade und ein historisches Kinderbad machen ihn zu einem Treffpunkt für Anwohner und Touristen gleichermaßen.

Ein Schloss verschwindet

Namensgebend für den Park war ein Schloss, das hier bis in die Nachkriegszeit stand: Monbijou, übersetzt „mein Schmuckstück“. Errichtet im leichten Rokoko-Stil für die Gräfin Wartenberg, bekam es später vom Kronprinzenpaar, das hier wohnte, zum Ende des 19. Jahrhunderts ein auffallendes rundes Torgebäude angebaut. Zur Kaiserzeit beherbergte das Schloss das Hohenzollern-Museum mit Erinnerungsstücken an die preußische Königsfamilie, darunter der Sterbestuhl Friedrich Wilhelms I. und Gegenstände aus dem Besitz von Helmuth Karl Bernhard von Moltke. Im Zweiten Weltkrieg durch Bomben beschädigt, wurden die noch weitgehend erhaltenen Reste des Schlosses in der DDR-Zeit aus politischen Gründen entfernt, ähnlich wie beim Berliner Stadtschloss fehlte schlicht das Geld für einen Wiederaufbau eines Adelspalastes.

Vom Schlossgelände zum Freizeitpark

Bis 1962 wurde das frühere Schlossgelände zu einem Freizeitpark umgestaltet. Bereits 1960 entstand das Kinderfreibad nach Entwürfen der Architekten Heinz Graffunder und Walter Hinkefuß, es ist bis heute erhalten. 1974 kam im Rahmen einer erneuten Umgestaltung ein Gaststättenpavillon des Architekten Peter Hartlich hinzu, der allerdings bei späteren Sanierungsarbeiten wieder abgerissen wurde. Nach der Wende wurden Bad und Gaststätte im Jahr 2000 umfassend erneuert. Vom alten Schlossensemble ist heute vor allem das Chamisso-Denkmal erhalten, eine Marmorarbeit von Julius Moser aus dem Jahr 1888, die zu Ehren des Dichters Adelbert von Chamisso errichtet wurde und unter Denkmalschutz steht.

Neugestaltung seit 2006

Zwischen 2006 und 2007 erhielt der Park unter Leitung der Landschaftsarchitekten von Lützow 7 für 3,3 Millionen Euro eine umfassende Neugestaltung. Dabei entstand die bis zu neun Meter breite Uferpromenade an der Spree, die Wege verlaufen seither schnurgerade durch die weitläufigen Rasenflächen. Diese sind ausdrücklich für Sonnenbaden und Ballspiele freigegeben. Hinzu kam ein Schalenbrunnen im Stil des 18. Jahrhunderts, gestaltet von Jasper Halfmann und zuvor an anderer Stelle in der Stadt aufgestellt gewesen. Auf Wunsch der Anwohner entstand außerdem ein Rodelberg für den Winter, und auch ein Grillplatz ist seither wieder ausgewiesen. Durch die Entfernung dichter Büsche öffnete sich zudem der Blick von der Oranienburger Straße fast bis zur Spree. Im Oktober 2006 wurde die Monbijoubrücke neu errichtet, sie verbindet den Park seither direkt mit dem Bode-Museum und der Museumsinsel.

Tipps für deinen Besuch

Der Monbijoupark eignet sich gut als Zwischenstopp zwischen den Museen der Museumsinsel und dem Scheunenviertel. Besonders nah liegen das Bode-Museum und die Neue Synagoge Berlin, beide nur rund 200 Meter entfernt, ebenso der James-Simon-Park direkt an der Spree. Nach wenigen weiteren Metern erreichst du das Magicum, das Pergamonmuseum mit seinem Panorama und die Alte Nationalgalerie, allesamt rund 0,3 Kilometer entfernt. Für einen Picknick-Nachmittag bringst du am besten eine Decke mit, die Rasenflächen sind dafür ausdrücklich vorgesehen.

Häufige Fragen

Was stand früher auf dem Gelände des Monbijouparks?

Bis 1959 stand hier das Schloss Monbijou, ein Lustschloss im Rokoko-Stil, ursprünglich für die Gräfin Wartenberg errichtet. Später bewohnte das Kronprinzenpaar das Schloss, zur Kaiserzeit beherbergte es das Hohenzollern-Museum. Die im Krieg beschädigten Überreste wurden aus politischen Gründen in der DDR-Zeit vollständig abgetragen.

Was kann ich im Monbijoupark machen?

Die weitläufigen Rasenflächen sind ausdrücklich für Sonnenbaden und Ballspiele zugelassen. Für Kinder gibt es das Kinderfreibad Monbijou, im Winter lässt sich ein eigens angelegter Rodelberg nutzen. Auch ein Grillplatz ist vorhanden.

Ist der Monbijoupark kostenlos zugänglich?

Ja, der Park ist eine öffentliche Grünanlage und jederzeit frei zugänglich.

Wie komme ich zum Monbijoupark?

Der Park liegt zwischen Spree, Monbijoustraße und Oranienburger Straße in Berlin-Mitte. Die Monbijoubrücke verbindet ihn direkt mit dem Bode-Museum auf der gegenüberliegenden Spreeseite und der Museumsinsel.

Ist der Monbijoupark mit Kindern geeignet?

Ja. Du findest hier das gut erhaltene Kinderbad Monbijou, errichtet 1960 von den Architekten Heinz Graffunder und Walter Hinkefuß.

Quellen: de.wikipedia.org

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