Monbijoupark
Berlin-Mitte
Der Friedrichstadt-Palast in der Friedrichstraße ist seit seiner Einweihung 1984 das größte Theatergebäude Berlins mit 1895 Sitzplätzen. Als eine der meistbesuchten Varieté-Bühnen Europas ist er vor allem für seine aufwendigen Revueshows und die berühmte Kickline bekannt, moderne Bühnentechnik und ein festes Ensemble gehören dazu.
In der Friedrichstraße in Berlin-Mitte steht ein Theaterbau, der schon von außen klarmacht, dass hier große Shows stattfinden. Mit fast 1900 Sitzplätzen ist der Friedrichstadt-Palast das größte Theatergebäude der Stadt und gehört zu den meistbesuchten Varieté-Bühnen Europas, berühmt vor allem für seine Kickline.
Die Geschichte des Hauses beginnt nicht mit Glamour, sondern mit einer gescheiterten Markthalle. Am 1. Oktober 1867 öffnete an dieser Stelle die erste überdachte Markthalle Berlins, nach Plänen von Friedrich Hitzig modern in Eisen und Glas errichtet. Weil die Verkehrsanbindung zu schlecht war, musste die Halle schon nach sieben Monaten, im April 1868, wieder schließen. Während des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 richtete die preußische Armee hier ein Nachschubarsenal ein, bevor das Gebäude erneut leer stand.
1873 kam die nächste Wende: Das Haus wurde zu einem festen Zirkusgebäude mit rund 5000 Plätzen umgebaut und als Markthallen-Zirkus eröffnet. Unter wechselnden Direktoren, darunter Ernst Renz und Albert Schumann, liefen hier über Jahrzehnte Zirkusprogramme mit Pferdedressuren. Die veränderten Publikumsinteressen und der Erste Weltkrieg brachten diese Ära schließlich zum Ende: 1918 fand die letzte Vorstellung des Circus Schumann statt.
Nach dem Zirkusbetrieb übernahm der Regisseur Max Reinhardt das Haus, um hier seine monumentalen Bühnenstücke zu inszenieren. Für den Umbau gewann er den renommierten Architekten Hans Poelzig, der die alte Markthallenarchitektur mit gusseisernen Stützen durch eine aufwendige Stuckdecke ersetzte. Wegen der tropfenförmig herabhängenden Zapfen nannten die Berliner das Haus bald liebevoll „Tropfsteinhöhle“. Ende November 1919 feierte das nun als Großes Schauspielhaus bekannte Gebäude seine Eröffnung, mit einer Inszenierung der Orestie in Reinhardts Regie. In den folgenden Jahren inszenierte unter anderem Erik Charell hier seine aufwendigen Revuen, bevor das Haus 1933 schloss.
Der Name Friedrichstadt-Palast, den das Haus ab 1947 trug, hat übrigens nichts mit dem südlich gelegenen Stadtviertel Friedrichstadt zu tun. Er leitet sich von der historischen Friedrich-Wilhelm-Stadt ab, dem Quartier zwischen Friedrichstraße und Humboldthafen, in dem der ursprüngliche Bau stand. Der heutige Friedrichstadt-Palast, rund 200 Meter vom alten Standort entfernt, wurde erst 1984 eingeweiht und ist von Anfang an auf modernste Bühnentechnik ausgelegt.
Seit seiner Eröffnung gilt das Haus als größtes Theatergebäude Berlins. Mit 1895 Sitzplätzen bietet es Raum für aufwendige Revueproduktionen, die regelmäßig internationales Publikum anziehen. Zu den Markenzeichen des Hauses zählt bis heute die Kickline, ein perfekt synchronisierter Tanz einer großen Gruppe von Showtänzerinnen, der in kaum einem anderen europäischen Varieté in dieser Größenordnung zu sehen ist.
Als Revuetheater bezeichnet der Begriff Friedrichstadt-Palast heute sowohl das Gebäude selbst als auch die Institution mit ihrem festen Ensemble. Die Shows kombinieren Tanz, Gesang, Akrobatik und aufwendige Bühnenbilder zu abendfüllenden Produktionen. Wegen der enormen technischen Ausstattung und der Größe der Bühne gilt das Haus als eines der aufwendigsten Varieté-Theater des Kontinents und zieht sowohl Berliner als auch Touristen aus aller Welt an.
Der Friedrichstadt-Palast liegt in der Friedrichstraße 107, mitten in Berlin-Mitte, und ist gut barrierefrei erschlossen: Das Haus hat einen rollstuhlgerechten Eingang, rollstuhlgerechte Parkplätze sowie ein rollstuhlgerechtes WC, dazu WLAN und Gastronomie vor Ort, geparkt werden kann im kostenpflichtigen Parkhaus. In unmittelbarer Nähe liegen das Fotografiska Berlin (0,2 Kilometer), der Tränenpalast (0,3 Kilometer), die Neue Synagoge mit dem Centrum Judaicum sowie das Bode-Museum (jeweils 0,4 Kilometer). Auch das Pergamonmuseum mit seinem Panorama und der Monbijoupark liegen mit 0,5 Kilometern in bequemer Gehdistanz. Für den Theaterbesuch empfiehlt sich, rechtzeitig vor Vorstellungsbeginn da zu sein, da das große Foyer und die Technik des Hauses selbst schon einen Blick wert sind.
Der Friedrichstadt-Palast befindet sich in der Friedrichstraße 107 in Berlin-Mitte. Das heutige Theatergebäude wurde 1984 eingeweiht.
Mit 1895 Sitzplätzen ist er seit 1984 das größte Theatergebäude Berlins und gehört zu Europas meistbesuchten Varieté-Bühnen. Besonders bekannt ist das Haus für seine Kickline und die aufwendige, moderne Bühnentechnik.
Der Name geht nicht auf das südlich gelegene Stadtviertel Friedrichstadt zurück, sondern auf die historische Friedrich-Wilhelm-Stadt zwischen Friedrichstraße und Humboldthafen, in der sich der ursprüngliche, ältere Bau befand.
Die Geschichte reicht bis zur ersten Markthalle Berlins zurück, die 1867 eröffnete und schon 1868 wegen Unwirtschaftlichkeit wieder schloss. Danach diente das Gebäude unter anderem als Zirkus, bevor Max Reinhardt es 1919 zum Großen Schauspielhaus umbauen ließ.
Ja, das Haus verfügt über einen rollstuhlgerechten Eingang, rollstuhlgerechte Parkplätze und ein rollstuhlgerechtes WC. Vor Ort gibt es außerdem Gastronomie und ein kostenpflichtiges Parkhaus.
Quellen: de.wikipedia.org
Museum · Berlin-Mitte
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