Denkmal zur Bücherverbrennung am 10. Mai 1933
Berlin-Mitte
Der Deutsche Dom steht am Gendarmenmarkt in Berlin-Mitte, gegenüber dem Französischen Dom. Trotz des Namens war er nie eine Bischofskirche, sondern ein 1780 bis 1785 errichteter Kuppelturm. Seit 2002 zeigt er auf fünf Ebenen die kostenlose Parlamentshistorische Ausstellung des Deutschen Bundestags zur deutschen Demokratiegeschichte.
Am Gendarmenmarkt in Berlin-Mitte stehen sich zwei fast identische Kuppeltürme gegenüber: der Französische und der Deutsche Dom. Wer eine Kirche erwartet, wird überrascht: Beide Bauten tragen den Namen Dom zwar in sich, waren aber nie Bischofskirchen. Der Deutsche Dom ist heute ein Ausstellungsort, in dem sich die Geschichte der deutschen Demokratie besichtigen lässt, und das bei freiem Eintritt.
Die Bezeichnung Dom führt bei beiden Gebäuden am Gendarmenmarkt in die Irre. Sie stammt vom französischen Wort für Kuppel und bezeichnet keine Bischofskirche. Der heutige Turm entstand im späten 18. Jahrhundert, König Friedrich der Große gab ihn bei einem bekannten Architekten der Zeit in Auftrag, um den Platz architektonisch aufzuwerten. Der Turm wurde an eine bereits bestehende Kirche angebaut, die zu Beginn des 18. Jahrhunderts für zwei protestantische Glaubensgemeinschaften errichtet worden war. Während der Bauarbeiten stürzte der Turm einmal ein, woraufhin ein anderer Baumeister den Weiterbau übernahm.
Die Kuppel hat einen Durchmesser von etwa 13 Metern und thront über einem runden Unterbau, der einst den Kirchturm bildete. Auf ihrer Spitze steht eine vergoldete Figur als Sinnbild der Tugend. Der angrenzende Hauptraum der ehemaligen Kirche besitzt eine eigene, noch größere Kuppel, verziert mit kunstvollen Reliefs.
Nach den revolutionären Unruhen von 1848 fand hier eine bewegende Trauerfeier für zahlreiche Opfer der Kämpfe statt, bevor man sie zu ihrer letzten Ruhestätte brachte. Eine umfassende Umgestaltung im späten 19. Jahrhundert veränderte das äußere Erscheinungsbild deutlich, nur Grundriss und Raumaufteilung des ursprünglichen Kirchenbaus blieben bestehen. Danach diente der Turmbau lange Zeit einem Geschichtsverein als Geschäftsstelle mit Archiv und Bibliothek.
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude schwer getroffen: Ein Luftangriff Ende 1943 verursachte einen Großbrand, der auch wertvolle historische Sammlungen vernichtete. Ein weiterer Angriff Anfang 1945 ließ das Bauwerk fast vollständig ausbrennen, übrig blieben nur die Außenmauern. Der langwierige Wiederaufbau der gesicherten Ruine zog sich über mehr als ein Jahrzehnt, dabei kam es bei Bauarbeiten sogar noch einmal zu einem kleineren Brand der Kuppel. Erst Mitte der 1990er Jahre öffnete der Dom seine Türen wieder.
Seit seiner umfassenden Rekonstruktion dient das Gebäude als Ausstellungsort des Deutschen Bundestags und zeigt auf mehreren Etagen die Geschichte der deutschen Demokratie, von den ersten parlamentarischen Versuchen über Kaiserreich und Weimarer Republik bis zu den politischen Systemen im geteilten Land nach 1945. Millionen Besucher haben die Schau bereits gesehen, der barrierefreie Zugang macht sie für alle zugänglich.
Der Deutsche Dom liegt direkt am Gendarmenmarkt, nur wenige Gehminuten vom Bebelplatz und dem Denkmal zur Bücherverbrennung entfernt. Auch die Staatsoper Unter den Linden erreichst du zu Fuß in kurzer Zeit. Zwei U-Bahnhöfe liegen in unmittelbarer Nähe, dazu halten mehrere Buslinien in der Umgebung. Eintritt und Führungen sind kostenlos, geöffnet ist von Dienstag bis Sonntag.
Die Bezeichnung Dom kommt vom französischen Wort dôme, das Kuppel bedeutet, und bezeichnet hier keine Bischofskirche. Der 1780 bis 1785 errichtete Kuppelturm hatte nie eine geistliche Funktion. Genauso verhält es sich beim gegenüberliegenden Französischen Dom am Gendarmenmarkt.
Seit 2002 zeigt der Dom auf fünf Ebenen die Ausstellung des Bundestags zur Parlamentsgeschichte. Sie behandelt die Entwicklung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland, von der Deutschen Revolution über das Kaiserreich und die Weimarer Republik bis zu den politischen Systemen im geteilten Deutschland.
Der Eintritt ist frei. Zwischen 11 und 17 Uhr finden alle 30 Minuten kostenlose, halbstündige Führungen zu ausgewählten Themen der Ausstellung statt, Gruppenführungen sind auf Anfrage möglich. Stand Oktober 2026.
Dienstags bis sonntags hast du zwischen 10 und 18 Uhr Zeit für einen Besuch, in den Sommermonaten Mai bis September bis 19 Uhr. Montags öffnet der Dom nur an Feiertagen. Stand Oktober 2026.
Ein Luftangriff setzte den Dom am 23. November 1943 in Brand und beschädigte ihn schwer. Bei einem weiteren Angriff Ende Januar 1945 brannte das Gebäude fast vollständig aus, stehen blieben nur die Umfassungsmauern. Den Wiederaufbau der gesicherten Ruine zog sich bis 1996 hin.
Quellen: de.wikipedia.org, berlin.de
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