Auf einer ehemaligen Bergehalde bei Ensdorf im Landkreis Saarlouis steht das Saarpolygon, eine begehbare Skulptur aus Stahl. Sie erinnert an den saarländischen Steinkohlenbergbau, der 2012 endgültig sein Ende fand. Weil die Halde das Tal der Saar um etwa 150 Meter überragt, ist die Skulptur aus praktisch jeder Richtung im Umland zu sehen.
Von der Idee zur Landmarke
Als der Bergbau zu Ende ging, gründete sich der Verein Bergbauerbe Saar, um die Erinnerung an diese Zeit zu bewahren. Zusammen mit einem Bergbaukonzern lobten sie einen Ideenwettbewerb aus, für den 147 Entwürfe eingingen. Den Zuschlag erhielten die Berliner Architekten Katja Pfeiffer und Oliver Sachse für ihre Idee einer begehbaren Großskulptur als Sinnbild des Wandels. Gebaut wurde die Skulptur 2016, im September desselben Jahres fand die Einweihung statt. Die Kosten trugen unter anderem der Verein, eine Stiftung, das Land und private Spender.
Eine Form, viele Perspektiven
Mit 27,55 Metern Höhe und einem Querstück von 40 Metern Spannweite lässt sich das Bauwerk auf zwei Seiten über Treppen erklimmen, auf der einen Seite sind es 133, auf der anderen 132 Stufen bis zur Plattform in 28 Metern Höhe. Je nach Blickwinkel wechselt die Form zwischen einem rechteckigen Torbogen und einem auf der Spitze stehenden Dreieck. Genau dieser Wechsel der Perspektive macht einen Abstecher ins Saarland lohnenswert.












