Zwischen Baumwall und Oberhafen erstreckt sich im Hamburger Hafen der größte zusammenhängende historische Lagerhauskomplex der Welt. Die Speicherstadt entstand zwischen 1883 und 1927 auf den ehemaligen Elbinseln Kehrwieder und Wandrahm, für den Bau mussten rund 1.100 Häuser weichen und etwa 20.000 Menschen umziehen. In den roten Backsteingebäuden wurden einst Kaffee, Tee und Gewürze zollfrei gelagert. Zusammen mit dem benachbarten Kontorhausviertel und dem markanten Chilehaus wurde das Viertel 2015 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt.
Zerstörung und originalgetreuer Wiederaufbau
Im Zweiten Weltkrieg zerstörten alliierte Luftangriffe etwa die Hälfte der Gebäude. Der Architekt Werner Kallmorgen leitete anschließend den weitgehend originalgetreuen Wiederaufbau des Großteils der Bausubstanz. Seit 1991 ist die Speicherstadt als Baudenkmal geschützt, und ab 2004 lag das komplette Gebiet außerhalb des früheren Freihafens, seit 2008 gehört es zum Stadtteil HafenCity.
Was dich in der Speicherstadt erwartet
Heute sind in den Lagerhäusern mehrere Museen untergebracht, etwa das Speicherstadtmuseum, das Deutsche Zollmuseum und das Kaffeemuseum Burg. Besonders bekannt ist das Miniatur Wunderland, nach eigenen Angaben die größte Modelleisenbahnanlage weltweit. Das Wasserschloss auf der Poggenmühlenbrücke steht dort, wo Fleete und Backsteinfassaden zusammentreffen. Mit Barkassen lässt sich das Viertel bei hohem Wasserstand durch die engen Fleete erkunden, insgesamt 20 Brücken verbinden die einzelnen Speicherblöcke.







